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Landkreis will Konzept zur Unterbringung von Asylbewerbern am Justus-von-Liebig-Weg erarbeiten

Flüchtlingsheim in der Lindgren-Schule?

Bad Münder. Nach dem gescheiterten Verkauf der ehemaligen Astrid-Lindgren-Schule (wir berichteten) arbeitet der Landkreis Hameln-Pyrmont jetzt an einem neuen Nutzungskonzept für das Gebäude: Es könnte als Flüchtlingsunterkunft dienen. Mit dieser Überlegung hat sich Landrat Tjark Bartels an Bürgermeister Hartmut Büttner gewandt. Abwegig sei die Idee nicht, befand der Verwaltungschef. „Grundsätzlich könnten wir uns das vorstellen“, sagt auch Ortsbürgermeisterin Petra Joumaah.

veröffentlicht am 20.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:42 Uhr

Autor:

von mira colic
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In der jüngsten Sitzung des Ortsrats Bad Münder wurde die Politik über die Anfrage aus dem Kreishaus informiert. Dabei gehe es keinesfalls darum, am Justus-von-Liebig-Weg eine zentrale Unterbringungseinrichtung zu errichten. Und frühzeitig wolle man sich auch dem Vorwurf entgegenstellen, die leerstehende Schule sei einfach zu nichts anderem mehr zu gebrauchen. Schließlich hatte sich der vom Kaufvertrag für die Astrid-Lindgren-Schule zurückgetretene Investor über Schimmelbefall im Gebäude beklagt. „Es ist nicht damit getan, diesen Menschen eine Unterkunft zu verschaffen“, betont Joumaah. Auch die Betreuung durch Sozialarbeiter, unterstützt von Ehrenamtlichen, sei zu gewährleisten.

Wenige Kommunen

mit so guten Voraussetzungen

„Es gibt wenige Kommunen im Landkreis, die so gute Voraussetzungen für die Unterbringung von Asylbewerbern haben“, hebt Joumaah hervor. Schließlich herrsche in Bad Münder ein angenehmes und offenes Klima. Zudem handele es sich bereits um die dritte Flüchtlingswelle, sodass die Stadt über Erfahrung verfüge. Derzeit leben rund 600 Asylbewerber im Landkreis, 2015 könnte die Zahl auf 800 steigen: „Um der Menschen willen sollten wir uns dem nicht entgegenstellen.“ Zustimmung kam von Uwe Nötzel (SPD): „Ich finde es richtig, dass die Stadt ihren Teil der Verantwortung übernimmt.“ Mit der Ausbildung von Integrationslotsen gehe Bad Münder mit gutem Beispiel voran: In Bad Pyrmont werden gerade Freiwillige für solch einen Kurs gesucht.

Während in Bad Münder die Reaktionen auf die Idee positiv ausfallen, hält sich der Landkreis auf Nachfrage bedeckt. So zeichne sich eine konkrete Nachnutzung für das Schulgebäude momentan nicht ab, sagt Kreissprecherin Sandra Lummitsch: „Selbstverständlich sind wir, insbesondere mit Blick auf die aktuelle Lage, bei der Suche nach geeigneten Objekten unterstützend tätig und prüfen, beispielsweise kooperierend mit der Kreissiedlungsgesellschaft, verschiedene Optionen“ – zu denen auch die Astrid-Lindgren-Schule in Bad Münder zähle.



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