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Zahl der Alarmierungen im vergangenen Jahr um 24 Prozent gestiegen

Feuerwehr verzeichnet 121 Einsätze

Bad Münder. „Es gibt keine ungefährlichen Einsätze“, sagt Feuerwehr-Pressesprecher Marko Klose bei einem Rückblick auf das Einsatzgeschehen im Jahr 2013. So sei ein Kamerad am 28. Dezember schwer verletzt worden, als die Feuerwehr zu einem vollgelaufenen Keller nach Flegessen gerufen wurde. Nach einem erlittenen Stromschlag sei der Mann ins Krankenhaus eingeliefert worden.

veröffentlicht am 13.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

Autor:

von mira colic
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Kloses Resümee des vergangenen Jahres: „Wir hatten zwar einen deutlichen Anstieg der Einsätze, bis auf zwei Ausnahmen waren es jedoch eher kleinere Alarmierungen.“ Die Feuerwehren der Stadt Bad Münder wurden zu 121 Einsätzen gerufen – 27 mehr als im Jahr 2012.

Der erste Einsatz fand wie zuletzt 2009 bereits in der Neujahrsnacht statt. Vermutlich war durch einen Feuerwerkskörper ein Abfallbehälter an einem Schuppen an der Pestalozzistraße in Brand geraten. Zu den 35 Feuern im vergangenen Jahr gehört der Scheunenbrand in Nettelrede am 7. Dezember – einer der größten Einsätze des Jahres. Mehr als 100 Freiwillige waren vor Ort. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch die spiegelglatten Straßen, da die Fahrzeuge nur langsam an die Brandstelle herankamen.

Am 20. August brannte eine Wohnung Am Stadtbahnhof in der Kernstadt. Bei dem Feuer wurden sieben Personen verletzt. Dabei kam es auch zu der einzigen Tierrettung des Jahres, ein Kaninchen wurde aus den Flammen lebend geborgen. „Wir wurden auch häufig wegen unklarer Rauchentwicklung gerufen“, erzählt Klose, der das Verhalten jedoch keinesfalls kritisieren möchte, „besser, als wenn die Leute erst anrufen, wenn ein Gebäude in Vollbrand steht“.

„Der unruhigste Monat war für uns der Juni mit 16 Einsätzen“, so Klose. Nach zwei ausgelösten Brandmeldeanlagen Anfang des Monats kam am 7. Juni der Einsatzbefehl ins Hochwassergebiet bei Magdeburg. Eine Woche lang waren rund 50 Freiwillige aus dem Stadtgebiet zur Unterstützung vor Ort. Das habe zur Folge gehabt, dass die Ortswehren ihre Alarmierungen anpassen mussten. „Als die Brandmeldeanlage in der Grundschule Bakede ausgelöst wurde, mussten sechs oder sieben Wehren alarmiert werden, weil uns die Leute gefehlt haben“, erklärt Klose. Insgesamt kam es 2013 zu 40 Fehleinsätzen, die durch Brandmeldeanlagen ausgelöst wurden, acht davon jeweils im März und November. Das waren elf mehr als im Vorjahr.

Einer der tragischsten Fälle ereignete sich am 19. Dezember. Eine 49-Jährige prallte mit ihrem Wagen bei Flegessen gegen einen Baum. Nachdem der Rettungsdienst die Schwerverletzte zunächst reanimieren konnte, starb die Frau wenige Tage später im Krankenhaus.

32 Hilfeleistungen absolvierten die Freiwilligen im Vorjahr. Dazu zählen hilflose Personen hinter einer verschlossenen Tür, vollgelaufene Keller, Ölspuren, die es abzustreuen gilt, oder Äste beseitigen, die zu einer Gefahr werden können, wenn sie drohen, auf die Straße zu fallen. „Um uns den immer größer werdenden Anforderungen zu stellen, brauchen wir mehr Leute“, sagt Klose auf die stetig sinkenden Mitgliederzahlen blickend. Während die Jugendwehren gut gefüllt seien, fehle den meisten offenbar während der Ausbildung oder des Studiums die Zeit für die Feuerwehr. „Die Lage ist jedoch nicht so akut, dass die Einsatzbereitschaft gefährdet ist.“



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