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William Kaiser möchte eine „Tabletop“-Gruppe gründen – aber ihm fehlen Räumlichkeiten

Fantasie-Welten erwachen zum Leben

BAD MÜNDER. „Es ist ein Hobby, das unglaublich viel beinhaltet – es fördert Strategie, Zusammenhalt, Kreativität und Wissen“, erzählt William Kaiser. Die Rede ist von „Tabletop“, einem Strategiespiel, das mit Figuren auf spezielen Oberflächen gespielt wird. Die Begeisterung für sein Hobby möchte Kaiser weitergeben – und in Bad Münder eine Gruppe für Kinder und Spieler aller Altersstufen gründen.

veröffentlicht am 18.07.2018 um 06:00 Uhr

Beim Tabletop können viele Welten entstehen – egal ob Science Fiction, Fantasy oder, wie hier, eine historische Stadt. Fotos: Kaiser
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite
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Noch scheitert er aber an der Suche nach einem geeigneten Raum.

Seit über 30 Jahren beschäftigt sich Kaiser mit dieser Mischung aus Modellbau und Strategiespiel. Die Figuren und Landschaften, die er für die Spiele verwendet, sind alle von ihm von Hand gestaltet und bemalt – und das sehr abwechslungsreich. „Tabletop gibt es in jedweder Couleur, egal, ob Fantasy, Science-Fiction oder historische Welten.“ Die Spieler sind auch auf Facebook breit vernetzt – etwa in der Gruppe „Kreativ-ADHS“, die Tabletop mit Kindern, die von ADHS betroffen sind, spielen. „Das hat super eingeschlagen“, erzählt Kaiser. Für die Kinder sei es eine andere Beschäftigung als mit Technik, „und es fördert die Geduld, etwas zu Ende zu bringen“.

Da Kaiser sich aber nicht nur auf Kinder mit ADHS beschränken wollte, gründete er den „Kreativ-Club“, der nun in Bad Münder Fuß fassen soll. Auch in Hameln gibt es bereits eine Tabletop-Gruppe, „aber ich wollte gerne eine Gruppe da anbieten, wo ich lebe, nämlich in Bad Münder“, betont Kaiser. Die Zielgruppe sind vor allem Kinder, denen er mit Tabletop „eine Alternative zu PC und Spielekonsole“ bieten möchte. Darüber hinaus fördere es die Planung und Ausführung von kleinen Projekten, die Zusammenarbeit in der Gruppe, Kommunikation und Fairplay zwischen den Spielern, die Feinmotorik und die Kreativität – etwa beim Erfinden von fantasievollen Welten – sowie auch das historische Wissen, „wenn zum Beispiel Uniformen aus der Zeit Napoleons gestaltet werden“, so Kaiser.

Aber auch Erwachsene könnten natürlich teilnehmen. „Das richtet sich nach der Nachfrage. Wenn es viel Interesse gibt, würde ich die Gruppe nach Alter aufteilen.“ Etwa einmal die Woche könnten sich die Kinder für mehrere Stunden treffen und entweder die Landschaften bauen, Figuren bemalen oder spielen.


Einige Interessenten gibt
es für die Gruppe bereits

So jedenfalls ist Kaisers Plan, der bislang aber noch Zukunftsmusik ist. Denn ihm fehlen geeignete Räumlichkeiten. „Ich bräuchte einen Raum von etwa 30 Quadratmetern Größe, in den zwei Tische zum Basteln und Spielen passen und Schränke zum Aufbewahren der Figuren und Materialien.“ Da dies nicht ständig transportiert werden könne, dürfte der Raum bestenfalls nicht von anderen Gruppen genutzt werden. Doch genau das gestaltet sich schwierig. „Ich war bereits bei der Stadt und habe dort mein Projekt vorgestellt“, berichtet Kaiser. Dort sei er auf Begeisterung gestoßen. Doch die Bemühungen der Stadt blieben, wie auch Kaisers Anfragen für diverse Räumlichkeiten, bisher ohne Ergebnis. „Es gab schon günstige Angebote“, so Kaiser. „Man merkt, dass die Leute gerne helfen wollen.“ Doch das Problem ist: Kaiser möchte den Raum nach Möglichkeit mietfrei nutzen, denn die Teilnahme an der Gruppe wäre kostenlos.

„Ein bisschen enttäuscht bin ich schon, dass nichts zu finden ist“, bedauert Kaiser. „Dabei steht in Bad Münder doch so viel leer. Und für viele kreative Gruppen gibt es Räume.“ Eine Tabletop-Gruppe wäre zudem eine gute Werbung für die Stadt, da ist Kaiser sich sicher, der bei einem Erfolg das gesamte Marketing übernehmen würde.

Auch einige Interessenten gibt es für die Gruppe bereits. „Ich habe auch schon Sachspenden bekommen, wie alte Figuren oder Farbe“, sagt Kaiser. „Das übrige, was gebraucht wird, würde ich aus eigener Tasche bezahlen.“ Loslegen könnte die Gruppe also sofort – wenn sich denn ein Raum findet.



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