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Zeugin gibt Hinweis auf 13- und 16-Jährige / Polizei übergibt Mädchen dem Jugendamt

Falsche Spendensammlerinnen unterwegs

Bad Münder. Dem couragierten Einsatz einer Münderanerin ist es zu verdanken, dass die Polizei am Dienstag auf zwei falsche Spendensammlerinnen in der Innenstadt aufmerksam wurde. Die 50-Jährige hatte beobachtet, wie die beiden Mädchen an der Langen Straße eine ältere Dame aufforderten, ihnen Geld zu geben.

veröffentlicht am 19.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:26 Uhr

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Auf dem Klemmbrett, das die 13- und 16-Jährige dabei hatten, war eine Spendenliste für einen „Landesverband der Behinderten und Taubstummen“ befestigt. Die Münderanerin ging den beiden Mädchen nach, stellte fest, dass sie am Parkplatz an der Langen Straße einen älteren Herrn ansprachen. Sie informierte die Polizei, schritt dann selbst ein, indem sie einen Fünf-Euro-Schein, den der Senior bereits ausgehändigt hatte, den Mädchen wieder abnahm und dem Mann zurückgab.

Gegenüber der Polizei machten die beiden Mädchen keine weiteren Angaben zu ihrer Sammlung. „Sie stammen aus dem Ruhrgebiet. Wir wissen nicht, wie sie nach Bad Münder gekommen sind, aber wir haben auf ihrer Liste auch Namen und Adressen aus anderen Städten gefunden“, erklärt Polizeihauptkommissar Michael Rohde. Beide Mädchen seien bereits mehrfach wegen vergleichbarer Delikte bei der Polizei aktenkundig geworden. Die münderschen Beamten übergaben die Minderjährigen dem Jugendamt.

Die Art der vermeintlichen Spendensammlung, mit der die beiden Mädchen unterwegs waren, ist in Polizeikreisen als verbreitete Methode bekannt, um gutgläubigen Spendern Geld aus dem Portemonnaie oder gleich die ganze Geldbörse zu stehlen. Rohde betont, dass die Münderanerin mit ihrem Einschreiten und ihrem Anruf bei der Polizei genau richtig gehandelt habe. Nicht bekannt sind der Polizei bislang die Namen der beiden Senioren, die die Mädchen an der Langen Straße angesprochen hatten, bevor die 50-Jährige einschritt.

Rohde rät in diesem Zusammenhang, grundsätzlich bei Spendensammlungen auf der Straße sehr genau hinzuschauen. „Im Zweifelsfall ist es vollkommen in Ordnung, nein zu sagen und nicht zu spenden. In der Regel haben diese Sammlungen nichts mit seriösen Sammlungen zu tun.“ In Präventionstipps weist die Polizei darauf hin, stets Abstand zu unbekannten Personen zu halten. Auf keinen Fall sollten Fremde Zugriff auf das Portemonnaie haben.jhr



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