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Nach Abschluss der Glasfaser-Breitbandverkabelung ist der Ort auf dem aktuellen Stand der Internettechnik

Egestorf feiert den Anschluss an die Zukunft

Egestorf. Heiner und Anton sitzen ganz vorne und strahlen. Endlich kommen auch die beiden 15-jährigen Egestorfer in den Genuss eines schnelleren Internets. „Videos und Filme auf YouTube konnten wir hier bislang nur mit Rucklern anschauen, ansonsten konnte man das echt vergessen“, erzählt Anton. Und auch Heiner kann Ähnliches berichten: „Wenn mein Vater im Internet war, und ich wollte auch, dann war Ende.“ Das soll jetzt nach Abschluss des Ausbaus

veröffentlicht am 29.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:30 Uhr

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Autor:

Christoph Huppert
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der Glasfaser-Breitbandverkabelung ein Ende haben. Dazu wurde von der Wallstraße in Bakede ein Kabel zum Verteiler am ehemaligen Bahnhof in Egestorf gelegt – etwa 1100 Meter.

Rund 420 Einwohner in 150 Haushalten haben ab sofort die Möglichkeit, auf eine moderne VDSL-Versorgung umzurüsten. Die garantiere den derzeitigen technischen Standard von 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s), so der Breitbandbeauftragte der Telekom, Thomas Bartels, anlässlich einer „Breitbandparty“ im Egestorfer Schützenhaus. Vom Verteiler aus wird das Dorf je nach Entfernung mit vier Bandbreiten zwischen 16 und 50 Mbit/s versorgt.

„Damit ist Egestorf in der Breitbandversorgung im Landkreis Spitze“, versichert Bartels. Das Ende des ISDN-Zeitalters sei eingeläutet.

„Es hat uns geärgert, dass die Datenautobahn links und rechts an uns vorbeigegangen ist“, sagt der pensionierte Versicherungskaufmann Heinz-Wilhelm Gieseke, der das Projekt „schnelles Internet in Egestorf“ mitinitiiert hat. „Ein schnelles Internet ist heute ebenso wichtig wie ein gut ausgebautes Straßennetz.“

„Gott und die Welt“ habe daher der Egestorfer Dorfverein bewegt, um einen Anschluss zu bekommen. „Wir sind vom Münderaner Bürgermeister ebenso gut unterstützt worden wie vom Wirtschaftsdezernenten des Kreises, Andreas Manz, und dem Breitbandkompetenzzentrum des Landes in Osterholz.“ Dort habe man den Egestorfern sogar EU-Zuschüsse für die rund 90 000 Euro teure Verbindung besorgt.

In Sachen Zukunftssicherheit sind die Telekom-Fachleute Uwe Ingenhaag und Thomas Bartels, Gäste der Egestorfer DSL-Party, optimistisch. „Als nächstes soll das Funknetz in dieser Gegend beschleunigt werden“, kündigte Ingenhaag an. Mit der jetzt erfolgten Modernisierung seien weitere Steigerungen der Geschwindigkeit abgesichert. Aktivieren müssen die Egestorfer allerdings die Modernisierung durch den Abschluss neuer Provider-Verträge selbst. Nur dann kommen sie in den Genuss einer schnelleren Datenverbindung.

Jetzt liegt nur noch die Ortschaft Böbber außerhalb der neuen Highspeed-Datenautobahn. „Deren Anschluss wäre aber deutlich teurer“, so Gieseke. Angedacht war, auch Böbber auf diese Weise mit schnellem Internet zu versorgen, doch die Planung scheiterte an der Höhe der Ko-Finanzierung, die die Stadt hätte aufbringen müssen – rund 31 000 Euro.



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