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Düster ist es in der Grundschule

Personalrat fordert Abhilfe: Fenster im Lehrerzimmer mit Platten verdeckt

veröffentlicht am 04.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:44 Uhr

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Autor:

von mira colic
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Bad Münder. Düster, ganz düster sieht es aus im Lehrerzimmer der Grundschule Bad Münder. Auf Anordnung der Stadtverwaltung wurden zwei große Fensterflächen mit Platten verhängt – Grund sind Brandschutzauflagen. Der Personalrat der Schule will diese Maßnahme nicht so einfach auf sich beruhen lassen und fordert mit einem Schreiben an Bürgermeister Hartmut Büttner und die Fraktionsvorsitzenden als Ersatz einen „gleichwertigen Arbeitsraum“.

„Mit großem Erstaunen und Befremden“ habe man morgens die angeschraubten Platten entdeckt, heißt es in dem Brief des Personalrats. Man habe zwar im Vorfeld erfahren, dass solche Arbeiten geplant seien, dass jedoch neben der Garderobe auch das Lehrerzimmer betroffen ist, sei nicht kommuniziert worden. Die Mitarbeiter beklagen mangelnde „Sensibilität in der Informationspolitik der Stadt“. Diesen Vorwurf weist Büttner zurück: „Es hat Kontakt seitens des Baudezernats zur Schulleitung gegeben.“

Wer auch immer mit wem gesprochen oder eben auch nicht gesprochen hat – die Fenster sind dicht. „Nun ist es viel zu dunkel zum Arbeiten, die Platten dünsten aus und wir haben nur noch eingeschränkt die Möglichkeit zu lüften“, schreibt der Personalrat. „Wir fürchten um unsere Gesundheit!“, heißt es fettgedruckt weiter. Zwischenzeitlich sei auch der Arbeitsschutz der Landesschulbehörde von den Vorgängen in Kenntnis gesetzt worden.

Die Maßnahme war nötig geworden, weil die Brandschutzverordnungen fünf Meter Abstand von einem Fenster zur Fluchttreppe vorschreiben. Die neue Nottreppe am Gebäude ist in den vergangenen Wochen erst aufgestellt worden. Noch immer sind jedoch die Mitte November gesperrten Räume, die die Bücherei sowie die Film- und PC-Räume beherbergen, nicht nutzbar. Ein Umstand, der den Personalrat „außerordentlich befremdet, weil dadurch ein geregelter Schulbetrieb hochgradig eingeschränkt wird … und wichtige Unterrichtskonzepte nicht mehr umgesetzt werden können“.

Der Personalrat wirft der Verwaltung „hektischen Aktionismus“ vor, der durch die Debatte über die Grundschulstandorte ausgelöst worden sei – und jetzt sollen die „Versäumnisse der Vergangenheit“ ausgeglichen werden.

In Abstimmung mit der Schulleitung werde man nach einer Lösung suchen, versprach Bürgermeister Büttner gestern auf Nachfrage dieser Zeitung.



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