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Gewerbeaufsichtsamt prüft

Dicke Luft an der Angerstraße?

BAD MÜNDER. Für einen Kurort zunächst eine alarmierende Botschaft: Die Luftqualität in einigen Teilen der Stadt könnte nach Auswertung von Modellen deutlich schlechter als bislang angenommen sein. Das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim hat jetzt eine genauere Untersuchung der Werte in Bad Münder gestartet.

veröffentlicht am 01.09.2017 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.09.2017 um 19:00 Uhr

Ein Passivsammler an der Angerstraße soll Daten für eine Analyse der tatsächlichen Schadstoffbelastung der Luft liefern. Er wird regelmäßig ausgetauscht. Foto: Rathmann
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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BAD MÜNDER. Für einen Kurort zunächst einmal eine alarmierende Botschaft: Die Luftqualität in einigen Teilen der Stadt könnte nach Auswertung von Modellen deutlich schlechter als bislang angenommen sein. Das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim hat jetzt eine genauere Untersuchung der Werte in Bad Münder gestartet.

Installiert wurde dazu ein Passivsammler, ein Analysegerät zur Bestimmung des Schadstoffs Stickstoffdioxid (NO2) in der Luft. Auf Bad Münder aufmerksam geworden waren die Experten in Hildesheim bei der allgemeinen Modellierung. Dabei wird niedersachsenweit die Luftqualität nach verschiedenen Kriterien beurteilt. Meteorologische Bedingungen spielen dabei ebenso eine Rolle wie Höhenprofile und Belastungen durch Bebauungen und Straßenverläufe. Denn im Kern geht es bei den Untersuchungen um die Belastungen, die durch den Kraftfahrzeugverkehr entstehen.

Dass dabei die Angerstraße in Bad Münder, die Kreisstraße 72, in den Blickpunkt geriet, erstaunte auch Annika Platsch, bei der Stadtverwaltung zuständig für Umweltthemen, – sind doch für gewöhnlich mit hoher Verkehrsbelastung versehene und eng bebaute Straßen wie etwa die Deisterstraße in Hameln bekannt für Schadstoff-Messstationen. Als die entsprechende Mitteilung des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes Hildesheim sie erreichte, war die Irritation hoch. Sie macht allerdings deutlich, dass die Installation eines Passivsammlers, wie er jetzt in dem an die Bahnhofstraße angrenzenden Teil der Angerstraße hängt, zunächst nur der Datenerhebung und Überprüfung der in der Modellierung ausgeworfenen Werte dient. In 14-tägigem Wechsel wird die Sammlerstation getauscht, und das über drei Monate hinweg. Mit einer ersten Auswertung der festgestellten Werte könne frühestens Ende September oder Anfang Oktober gerechnet werden, machte gestern auf Nachfrage dieser Zeitung ein Mitarbeiter des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes deutlich. Er stellte aber auch heraus, dass die Zahl der in Niedersachsen aufgestellten Passivsammler nicht sehr hoch sei. Weniger als zehn seien derzeit im Einsatz.

Bestätigen die an der Angerstraße gesammelten Daten eine erhöhte Belastung, wird voraussichtlich eine feste Messstation errichtet. Die würde dann deutlich größer ausfallen als die etwa eimergroße aktuelle Installation an der Angerstraße. „Dafür müsste dann ein Parkplatz wegfallen“, sagt Platsch. Spätestens dann müsste sich die Stadt auch mit einer Luftreinhalteplanung beschäftigen.



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