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Zum „Tag der Architektur“ präsentiert sich Wilkhahn der Öffentlichkeit

Blick hinter die Kulissen einer Weltfirma

Eimbeckhausen. Das hätten Anja Meyer und ihr Ehemann Achim nicht erwartet. „Wir sind zwar aus Bad Münder, aber hier bei Wilkhahn waren wir noch nie“, gesteht das Ehepaar. „Oft dran vorbeigefahren, ja, aber jetzt sind wir doch echt überrascht.“ Die beiden Egestorfer gehören zu einer wahren Besucherflut, die das Angebot eines Tages der offenen Tür beim Büromöbelhersteller zu einem Blick hinter die Kulissen nutzte. „Eigentlicher Anlass ist der ,Tag der Architektur‘“, sagt Tanja Remke. Sie ist bei Wilkhahn sonst für die Architektenbetreuung zuständig, führt aber an diesem heißen Sommernachmittag zusammen mit Wilkhahn-Sprecher Burkhard Remmers die Besuchergruppen durch das Unternehmen.

veröffentlicht am 01.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:28 Uhr

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Autor:

Christoph Huppert
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„Vom Ausstellungsraum mit unseren Produkten geht’s rüber zum sogenannten Labor, dem alten Spänebunker und dann in die vier Pavillons und die Fabrikationshallen“, erklärt sie. Vor allem die Dreh- und Bürostühle im lichtdurchfluteten „Showroom“ finden großes Interesse. „Das ist die FS-Linie von 1980. So einen habe ich auch zu Hause“, schwärmt eine Besucherin und deutet auf das erste Modell der Drehstuhlreihe, an deren Ende das derzeitige Wilkhahn-Flaggschiff, der auf der NeoCon 2015 in Chicago kürzlich mit dem „Gold Award“ preisgekrönte Bürodrehstuhl namens „IN“ steht. Der kann sich rück- und seitwärts bewegen, sogar die Rotation des Beckens seines Benutzers unterstützen und Gewichtsverlagerungen in Bewegung umsetzen. Sarah Reisser macht mit ihrer Mutter Sabine und Ute Rode gleich einmal eine Sitzprobe. „Spitze“, sagen die drei Frauen aus Hülsede anerkennend.

„Wir sind von der starken Resonanz überrascht“, kommentiert Remke den Besucherstrom. Eigentlich mache man derartige Aktionen recht selten und auch nur zu besonderen Anlässen.

„Dass das Fabrikhallen sind, hätte ich nicht gedacht“, so eine Besucherin erstaunt über die von Thomas Herzog vor mehr als 20 Jahren geschaffenen Fabrikationshallen und die vier Pavillons des unlängst verstorbenen Münchners Frei Otto, der auch die Olympiahallen seiner Heimatstadt geschaffen hat. „Auch in seiner sozial-ökologischen Ausrichtung des Unternehmens wollte Fritz Hahne durch die Architektur Maßstäbe setzen“, erfahren die Besucher von Tanja Remke. In der Tat erinnern die mit einer Zeltplane überdachten Massivholzkonstruktionen der Fabrikationspavillons, in denen die Polsterer arbeiten, kaum an herkömmliche Fabrikhallen.

Den größten Spaß bei diesem Fabrikgesuch aber haben wohl die sechsjährige Maria und ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Clemens. Die lernen nämlich endlich einmal den Arbeitsplatz von Vater Stephan kennen, der bei Wilkhahn als Finanzbuchhalter arbeitet. Dass der Papa den ganzen Tag Drehstuhl fahren kann, das macht die beiden Sprösslinge doch schon etwas neidisch.

Tanja Remke

(re.) erläutert den Besuchern beim „Tag der Architektur“ die Besonderheiten des Wilkhahn-Baus.hzs



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