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Bach-Chor und Barock-Ensemble begeistern mit dem Osteroratorium in der voll besetzten Marktkirche St. Nicolai

Bachs frohe Antwort auf die Johannes-Passion

Hameln (eaw). Die Osterbotschaft ist zu allen Zeiten zentrales musikalisches Thema gewesen. Mit Johann Sebastian Bachs am ersten Ostertag 1725 uraufgeführtem „Osteroratorium“ präsentierte der Bach-Chor der Hamelner Kantorei an der Marktkirche St. Nicolai zusammen mit dem Hamburger Barock-Ensemble „Schirokko“ unter der Leitung von Kirchenkreiskantor Professor Hans Christoph Becker-Foss ein besonders bedeutendes Werk dieses Themenkreises.

veröffentlicht am 13.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

Das Osteroratorium war am Ostermontag wieder Magnet für die Mark
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Das Oratorium, das als Bachs frohe Antwort auf die Johannes-Passion gilt, wird abweichend von der üblichen Oratorienform nicht von einem Evangelisten, sondern in frei nachgedichteter Form vorgetragen. Chor, Orchester und Gesangssolisten gelang unter Becker-Foss’ Leitung eine mitreißende Umsetzung der außergewöhnlichen Spannungsbreite des Werkes, vom Choral „Kommet, eilet und laufet“ mit Tenor-Bass-Duett im Mittelteil über die Sopran-Arie „Seele, deine Spezereien“ bis hin zum „Preis und Dank“ betitelten kraftvollen Chorfinale.

Wie schon bei der Aufführung der Johannes-Passion demonstrierte das Vokalquartett mit Irmgard Weber (Sopran), Verena Usemann (Alt), Tenor Lothar Blum und dem Bass Gotthold Schwarz im Zusammenwirken mit dem Bach-Chor eine durchgängig hochwertige Leistung. Chor und Solisten wurden bereichert durch das von Rachel Harris gegründete Hamburger Barock-Ensemble „Schirokko“, dessen Streicherklänge im Adagio der Totenklage ebenso berührten wie klar konturierte Bläserstimmen im machtvollen Allegro des Osterjubels.

Im Rahmen des Kantaten-Gottesdienstes erklang zudem die Bach-Kantate „Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem“, deren dramatisch-expressive Gestaltung der Thematik um Tod und Auferstehung keinen Besucher in der voll besetzten Marktkirche unberührt ließ.



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