weather-image
14°
Ausbau soll noch im Herbst beginnen / Politik muss erneut über Finanzierung beraten

Alte Mühle: Anlieger zahlen weniger

NIENSTEDT. Lange war Nienstedt vertröstet worden – doch noch in diesem Jahr soll der Ausbau der Straße „Alte Mühle“ in Angriff genommen werden. Entsprechende Sperrvermerke im Haushalt sind inzwischen aufgehoben, und doch müssen sich vor einem Baustart die politischen Gremien noch einmal mit dem Thema beschäftigen. Denn: Der städtische Anteil an den Kosten wird deutlich höher liegen als bislang erwartet.

veröffentlicht am 07.07.2018 um 06:00 Uhr

Der Ausbau der Straße „Alte Mühle“ ist dringend notwendig – darin sind sich Anlieger und Baufachleute der Stadt einig. Foto: jhr
Jens

Autor

Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Aus technischer Sicht ist der Ausbau dringend notwendig“, erklärt Fachbereichsleiter Uwe Hünefeld. Ursprünglich war vorgesehen, den Ausbau in zwei Abschnitten anzugehen. Dann jedoch rutschte ein Vorhaben der Dorferneuerung in Hamelspringe dazwischen, das Nienstedter Projekt wurde geschoben, sodass nun beide Abschnitte zeitgleich angegangen werden sollen.

Die Stadt hatte dazu die Versorgungsträger anschrieben und um Einschätzung gebeten, welche weiteren Arbeiten im Zuge des Ausbaus erledigt werden sollten. Dabei wurde deutlich, dass auch der Regenwasserkanal saniert werden muss. Ein Ingenieurbüro wurde mit der Planung beauftragt. Der Kanalbau wird dem Straßenausbau vorausgehen, bis zu drei Monate werden dafür gerechnet.

Strittig war die Höhe der finanziellen Beteiligung der Anlieger an den Arbeiten. Die Stadt war zunächst von der Standard-Einschätzung ausgegangen, gab dann aber ein Rechtsgutachten in Auftrag. „Um sicher aufgestellt zu sein“, so Hünefeld. Das Gutachten fiel zugunsten der Anlieger aus, die Stadt muss mit einem höheren eigenen Anteil rechnen – der in dieser Form aber nicht im Haushalt verankert ist. Rund 450 000 Euro wird der Ausbau insgesamt kosten. Über ihren Anteil werden die Anlieger von der Stadt informiert. Zuvor soll jedoch ein Anliegertreffen stattfinden, bei dem die Verwaltung Wünsche und Anregungen der mit der Situation vor Ort Vertrauten entgegennehmen will.

Auch ein Zeitplan soll bei dieser Gelegenheit vorgestellt werden, denn: Vor einem Start der Arbeiten für den Straßenausbau stehen nicht nur die Kanalarbeiten, sondern auch die Beratungen in Ortsrat und Bauausschuss über die Finanzierung. „Das erfordert noch die Abstimmung der Fachdienste“, sagt Hünefeld. Er geht aber davon aus, dass durch Verschiebungen im Haushalt das Geld bereitgestellt werden kann, damit kein Nachtragshaushalt notwendig wird.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare