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„Öffis“ und Stadt in enger Abstimmung / Eltern in Hachmühlen in Sorge

Ab September mit dem Bus zur Schule

Bad Münder. Eltern sind in Sorge, die Planer sehen kein Problem – die Frage des Schülertransports nach den Sommerferien wird in Hachmühlen derzeit intensiv diskutiert. Ab dem 11. September müssen die Grundschüler aus dem Ort mit dem Bus zur Schule nach Flegessen fahren, die Schule in Hachmühlen wird am Mittwoch geschlossen.

veröffentlicht am 25.07.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 17.01.2017 um 16:07 Uhr

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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„Es gibt einige Fragen, die für uns noch nicht geklärt sind“, sagt Afra Gewand, Mutter und Ortsratsmitglied. Sie glaubt nicht daran, dass der Transport der Schüler tatsächlich so reibungslos funktionieren wird, wie Vertreter der Verkehrsbetriebe und der Stadt immer wieder betonen: „Mehr als 50 Kinder werden an der Bushaltestelle auf den Bus warten. Das mag im Sommer noch gehen, aber bei schlechtem Wetter oder im Winter wird das vorhandene Wartehäuschen nicht ausreichend Platz bieten“, sagt sie. Auch die Vorstellung, dass die Kinder in unmittelbarer Nähe zur viel befahrenen vierspurigen Bundesstraße warten müssen, beunruhige viele Eltern. Zwar sei zugesagt worden, dass in den ersten vier Wochen eine Aufsicht die Kinder beim Warten und Einsteigen begleiten soll, doch viele Eltern würden sich fragen, was nach diesen vier Wochen passieren soll. „Einige haben bereits angekündigt, ihre Kinder mit dem Auto nach Flegessen bringen zu wollen – aber das kann doch auch nicht die Lösung sein“, sagt Gewand.

Seit vergangenem November sind die „Öffis“, der Nahverkehr Hameln-Pyrmont, darüber informiert, welche Problematik ab September zusätzlich im Bereich Hachmühlen besteht. Und sie haben Vorbereitungen getroffen, sagt Verkehrsplaner Mathias Marschall. Er sieht keine Probleme, rund 50 Schüler in Hachmühlen aufzunehmen und nach Flegessen zu bringen. Der dazu vorgesehene Bus fährt in Bad Münder los und hat als Ziel Klein Süntel. 90 Personen biete er Platz. „Dass der Bus nach Hameln weiterfährt, wird immer wieder behauptet, stimmt aber nicht. Der Bus, der die Gymnasiasten von Bad Münder nach Hameln bringt, fährt schon früher“, so der Verkehrsplaner.

Dass Grundschüler umsteigen müssen, lasse sich nicht verhindern. „Das Einzugsgebiet der Grundschule in Flegessen ist nun einmal sternförmig.“ Es sei aber vorgesehen, dass die Schüler aus Brullsen morgens an der Haltestelle „Auf der Laake“ abgesetzt werden. Dadurch könnten sie die Bundesstraße sicher an einer Ampel überqueren. Auf dem Heimweg müssten die Kinder aus der Dyes-Siedlung umsteigen.

Marschall kündigte an, dass die „Öffis“ in der ersten Zeit regelmäßig „nach dem Rechten schauen“ werden, das sei an sensiblen Punkten üblich. Allerdings geht er davon aus, dass der Schülertransport reibungslos verlaufen werde. „Auch in anderen Orten, in denen Grundschulen geschlossen wurden, haben wir mit den Bedenken der Eltern zu tun gehabt. Aber auch in Grohnde, Segelhorst, Wallensen und den anderen Orten hat es funktioniert“, sagt Marschall.

Für Elisabeth Borderding, zuständige Fachbereichsleiterin der Stadt, liegt eine Ursache der Verunsicherung der Eltern darin, dass die für das neue Schuljahr geltenden Fahrpläne noch nicht öffentlich ausliegen. Die „Öffis“ hätten den Fahrplan auf die Situation der Grundschule angepasst und so gestaltet, dass sich keine langen Wartezeiten ergeben. Nach der vierten, fünften und sechsten sowie nach der achten Stunde werden Busse in Flegessen Richtung Hachmühlen abfahren.

Als Schulträger hat die Stadt veranlasst, dass in den ersten vier Wochen eine Mitarbeiterin des Kindergartens als Busaufsicht von 7.30 bis 8 Uhr an der Bushaltestelle dafür sorgt, dass die Kinder den richtigen Bus nehmen und es nicht zu Gefahrensituationen kommt. Nach den vier Wochen will sie mit Elternvertretern Bilanz ziehen. Grundsätzlich sei mit den „Öffis“ ein Konzept aufgestellt worden, das möglichst wenig Belastungen für die Kinder bedeute.



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