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20 Jahre Meisterkonzerte: Ehrung für Generalmusikdirektor Volker Schmidt-Gertenbach

Überzeugende Darbietung

Bad Münder. Die Reihe der Meisterkonzerte ist in Bad Münder seit 20 Jahren ein etabliertes Angebot für Musikliebhaber. Für das hohe Qualitätsniveau der Konzerte zeichnete in diesen zwei Jahrzehnten Generalmusikdirektor Volker Schmidt-Gertenbach als künstlerischer Leiter der Meisterkonzerte verantwortlich. Bei dem vierten Konzert in diesem Jahr präsentierte sich der 73-Jährige wieder einmal als Dirigent. Mit bescheidenem, aber höchst sensiblem Gestus führte er die 20 jungen Streicher des Elbinger Kammerorchesters durch die Partituren.

veröffentlicht am 08.09.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:24 Uhr

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Autor:

von Horst Voigtmann
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Zu Beginn der Veranstaltung standen die musikalischen Reflexionen des Polen Henryk Mikolaj Górecki, die dieser im Alter von 30 Jahren niederschrieb. Der recht formale Titel: „Drei Stücke im alten Stil für Streichorchester.“ Wer jedoch denkt, Górecki wolle alte und vertraute Harmonie liefern, sah sich bereits nach den ersten Tönen eines Besseren belehrt. Immerhin hat der polnische Komponist während seines Studiums im Paris der 60er Jahre die Komponisten-Kollegen Olivier Messiaen, Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen kennengelernt und verschloss sich auch in den vorgestellten Kompositionen diesen Einflüssen nicht.

Franz Schubert war 18 Jahre alt, als er das Solo für Violine und Streichorchester in A-Dur komponierte. Zur Aufführung dieses Stückes betrat Solistin Jeanne Christée mit ihrer Geige die Bühne und brillierte mit einem technisch und klanglich meisterhaften Spiel. Vor der Pause kam die Streichersinfonie Nr. 10 h-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy zur Aufführung, die dieser bereits mit 15 Jahren komponiert hat. Ihr Können stellte Christée dann noch mit „Der Sommer“ aus Antonio Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ unter Beweis. Als am Ende des Stückes ein frenetischer Applaus aufbrandete, der schier nicht enden wollte, entschloss sich die Solistin, bereits an dieser Stelle eine Zugabe zu gewähren. In beeindruckender Weise, mit hohem technischem Können und musikalischem Spielwitz präsentierte sie die Klangvielfalt, die einer Violine zu entlocken ist, wenn eine Meisterin sie in Händen hält.

Die Serenade E-Dur Opus 22 von Antonín Leopold Dvorák stand als letztes Musikstück auf dem Programm. Mit hoher Emotionalität präsentierten die jungen Musiker aus Polen die fünf Sätze dieser romantischen Komposition. Während das Publikum noch applaudierte, betrat Bürgermeister Hartmut Büttner das Podium, um sich bei Volker Schmidt-Gertenbach für seine Verdienste um die Meisterkonzerte in Bad Münder in den zurückliegenden 20 Jahren zu bedanken. Büttner äußerte den Wunsch, dass diese Zusammenarbeit auch in den nächsten Jahren erfolgreich weitergehen möge.

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Orchester und Dirigent bedankten sich bei dem Publikum auf ihre ganz spezielle Art mit einer für Streicher umgeschriebenen Klavier-Etüde des polnischen Komponisten Frédéric François Chopin.

Solistin Jeanne Christée brillierte mit einem technisch und klanglich meisterhaften Spiel ihrer Violine. Kleines Foto: Bürgermeister Hartmut Büttner bedankt sich bei Volker Schmidt-Gertenbach.

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