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Tariferhöhung belastet städtischen Etat

50 800 Euro Deckungslücke

BAD MÜNDER. „Deckungslücke“ ist ein Begriff, der in der Stadtverwaltung nur ungern verwendet wird. Er kann bedeuten, dass die Finanzierung für erwartete Ausgaben nicht sichergestellt ist. Eine solche Deckungslücke beschert der Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst nun aber der Stadt Bad Münder – es geht um 50 800 Euro, die bislang nicht im Haushalt eingeplant sind.

veröffentlicht am 23.05.2018 um 06:00 Uhr

Jens

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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Dass der Tarifabschluss in seiner Struktur und Höhe die Stadt vor Herausforderungen stellen würde, war bereits erwartet worden.

Denn: Allein für dieses Jahr macht das ausgehandelte Tarifergebnis eine Erhöhung von 3,19 Prozent rückwirkend ab März aus. Hinzu kommen Einmalzahlungen. Gerechnet hatte die Verwaltung aber lediglich mit einem Plus von 2,5 Prozent, und die entsprechenden Mittel auch in den Haushalt eingestellt.

Dass die exakte Summe, die die Erhöhung für die mündersche Stadtverwaltung ausmacht, erst jetzt bekannt ist, liegt an der notwendigen Überarbeitung der kompletten Gehaltstabellen für die einzelnen Berufsgruppen – und davon gibt es in Bad Münder jede Menge.

15 Entgeltgruppen, die in bis zu sechs Abstufungen unterteilt sind – für jeden einzelnen Mitarbeiter musste separat gerechnet werden. Nicht eingeplante Mehrkosten in Höhe von 50 800 Euro stehen letztlich unterm Strich der Rechnung. Eine Zahl, die der von Kämmerer Marcus Westphal als erste Schätzung genannten sehr nah kommt.

Heiko Knigge, Fachdienstleiter Personal und Zentrale Dienste bei der Stadtverwaltung Bad Münder, wird nun mit dem Kämmereiamt Möglichkeiten entwickeln müssen, wie die überplanmäßige Ausgabe finanziert werden kann.

Klar ist bereits, dass es keinen Spielraum im Personalkostenetat gibt. Spätestens nach der Sommerpause sollen Vorschläge unterbreitet werden.



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