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Maßnahmen gegen Auto- und Brummifahrer

Zu schnell, zu eng, zu unsicher

EMMERTHAL. Zu schnelle Autos, falsch parkende Autos, zu viele Lastwagen, zu enge Straßen, zu wenig Platz für Fußgänger – in der Gemeinde Emmerthal gibt es zahlreiche schwierige Verkehrssituationen – unter anderem in Emmerthal, Emmern und Börry.

Autor

Friedrich-Wilhelm Thies Reporter

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Die Gremien in Emmerthal beschäftigen sich mit Verkehrsthemen. Im Kern geht es darum, die Sicherheit zu erhöhen – in der Umsetzung kommen Forderungen nach fest installierten „Smilie“-Tempoanlagen, Tempolimits und Parkverboten heraus.

Börry:Die Straße „Auf dem Klink“ soll sicherer gemacht werden. Aufgrund der engen Straße weichen fahrende und parkende Autofahrer immer wieder auf den Bürgersteig aus. Das soll durch Bordsteinerhöhungen verhindert werden: Sogenannte „Frankfurter Hüte“ – zähe, robuste und massive Elemente aus Kunststoff – werden auf die Bordsteine aufgeschraubt. 54 Stück kosten 5200 Euro. Anwohner beschweren sich zudem über eine immer stärkere Belastung durch Lastwagen. Die SPD fordert eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h.

Börry:Die SPD fordert zwei fest installierte Geschwindigkeits-Messanlagen („Smilies“) am Ortseingang – von Brockensen kommend auf beiden Seiten. Das zeige in Luerdissen im Landkreis Holzminden „deutlichen Erfolg“, sagt Reinhard Feyer. Eine solche Anlage würde 2900 Euro kosten – plus Folgekosten und die Kosten für das Aufstellen.
Börry:Ein Verkehrsproblem gibt es in Börry auch am Denkmal im Bereich der Abzweigung Torstraße/Oberbörry. Auch hier fahren Lkw und Busse beim Abbiegen nach Brockensen aufgrund der engen Fahrbahn auf den Bürgersteig. 2017 wird von der Insel um das Denkmal ein Meter abgenommen und der Fahrbahn zugeschlagen. Zudem werden Schilder, die dort die Sicht behindern, versetzt.

Emmern:In Emmern soll im Bereich der Emmerbrücke eine zusätzliche Halteverbotszone eingerichtet werden. Bereits beschlossene Sache ist die Einrichtung einer Beschränkung auf 30 km/h auf der Emmerbrücke im Verlauf der Hauptstraße. Im Bereich der Emmerbücke gibt es aus Sicht des Ortsrates ein weiteres Problem mit parkenden Fahrzeugen. Der Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer (CDU): „Der Verkehr muss in die Gegenfahrbahn ausweichen. Das ist gefährlich.“ Anwohner berichten, dass besonders Busse, Lkw und der landwirtschaftliche Fahrzeuge große Probleme haben. Es wird ein eingeschränktes Halteverbot eingerichtet – dann ist dort Parken verboten, Anwohner können aber ihre Einkäufe vor der Haustür ausladen.


Emmern:Bei möglichen Halteverbotszonen in den Straßen „Im Mittelfeld“ und „Im Nordfeld“ soll das Gespräche mit den Anwohnern gesucht werden, bevor sie eingerichtet werden. Notwendig sind sie nach Meinung des Ortsrats, weil der Straßenbelag aus Verbundsteinpflaster in der Fahrbahnmitte sehr uneben ist und erhebliche Stolpergefahren bietet. „Das Ganze ist mit einfachen Reparaturen nicht zu beheben, sondern nur durch eine teure Sanierung“, sagt Welzhofer. Ebenere Flächen bieten nur die nicht so stark befahrenen Straßenränder, die aber oft zugepackt sind. Um älteren Bewohnern dort einen sichern Weg zu schaffen, soll zumindest auf einer Straßenseite mit dem Halteverbot das Zustellen durch Fahrzeuge verhindert werden.

Emmerthal: Welzhofer kündigte an, dass sich der Ortsrat noch mit „dem wilden Zugeparkte“ in der Wilhelmstraße und der Gartenstraße, wo die Zufahrten in die Grundstücke oftmals problematisch seien, beschäftigen müsse.

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