weather-image
„Ein Teil unseres Lebens“, sagen viele Aerzener / Noch sieben Tage bis zur Wiedereröffnung

Warum das Freibad mit Emotionen verknüpft ist

AERZEN. Wenn Monika Simma über das Freibad erzählt, dann spricht sie vielen Aerzenern aus der Seele. „Ein Teil unseres Lebens“, sagt sie nicht nur für ihre Familie, sondern für ungezählte Teilnehmer, die sie 27 Jahre lang im vorbeugenden Gesundheitssport in den Schwimmbecken angeleitet hat. Andere erzählen über Kindheitserinnerungen.

veröffentlicht am 09.06.2017 um 16:28 Uhr
aktualisiert am 12.06.2017 um 14:22 Uhr

„Ein Teil der Kindheit“ – so sehen viele das Freibad. Foto: Archiv
Christian Branahl

Autor

Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Viele Einwohner verbinden besondere Erinnerungen an das 1971 eröffnete Freibad, das Ende 2013 in Flammen aufging und am 17. Juni nach Umbau und Sanierung wieder in Besitz genommen werden kann. Aus vielen Gesprächen weiß Monika Simma: „Alle sagen, dass sie sich sehr freuen, dort wieder schwimmen zu können.“ Mit ihrer Familie war die langjährige Übungsleiterin sogar bei der Eröffnung vor 46 Jahren dabei. „Wir waren alle sehr gespannt“, erinnert sie sich „an den großen Andrang“ – „und waren alle begeistert“.

Der frühere Dewezet-Mitarbeiter Rolf-Henning Schnell war es, der 1971 darüber für die Zeitung berichtete. Die Szenen sind ihm im Gedächtnis geblieben, meint er über die Faszination der Aerzener. „Das war schon imponierend“, sagt Schnell, der als damaliger Hamelner in den Folgejahren selbst dort Stammgast war. „Eine schöne Zeit“, sagt der heutige Ruheständler.

Monika Simma brachte als junge Mutter ihren Töchtern im Freibad das Schwimmen bei. Das ist lange her, aber für sie blieb das Bad „immer eine Perle im Landkreis“ – nun freut sie sich auf die ersten Runden, die sie bald im neuen Becken schwimmen kann. Marina-Carina Larosa-Kuhs, 1973 in Grupenhagen geboren und seit 1976 in Aerzen aufgewachsen, verlebte mit Freunden und Geschwistern sehr viele Sommer ihrer Kinder- und Jugendzeit im Freibad. „Wir haben dort oft den ganzen Tag verbracht und kamen erschöpft, aber glücklich nach Haus zurück“, schildert sie. Als sie von dem Brand erfuhr, war „ich doch traurig, weil auch ein Stück Kindheit von mir damit in den Flammen aufging“. Nun freue sie sich über den Wiederaufbau, um „mit meiner Tochter dort viele Sommer verbringen zu können“. Warum die Einwohner viele Emotionen mit der Freizeiteinrichtung verbinden? Für Dirk Spatz, gebürtiger Aerzener (Jahrgang 1969) und Vorsitzender des Fördervereins Aerzener Bäder, liegt die Antwort auf der Hand. „Jeder Aerzener hat dort schwimmen gelernt“, sagt er. Zu Fuß zu der großzügigen Anlage, wann immer es ging, die Sommerzeit im Freibad verbracht. „Ein Teil der Kindheit“, wie Spatz sagt.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare