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Fachbüro konkretisiert Bauunterlagen / Bürgermeister plant Gespräch mit Interessengemeinschaft

So soll das Freibad aussehen

Aerzen. Nach einer turbulenten Sitzung des politischen Fachausschusses zum Wiederaufbau des Freibades kommen die Planungen nun in ruhigeres Fahrwasser. Was aber nur die Richtung betrifft, weil eine Einigung steht. Eine Sommerpause können sich Planer und Verwaltung hingegen nicht leisten, weil die Zeit drängt. „Wir wollen zu einem guten Ergebnis kommen“, sagt Bürgermeister Bernhard Wagner.

veröffentlicht am 30.07.2015 um 16:24 Uhr
aktualisiert am 07.06.2017 um 19:11 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Während er einen Termin für die Wiedereröffnung zur Saison 2016 nach wie vor offenhält, kann Wagner auch die zunächst bevorstehenden weiteren Schritte noch nicht genau takten. „Es ist alles sehr frisch“, verweist er darauf, dass der Zeitplan nicht terminiert werden könnte. Bekanntlich hatten sich die Politiker unerwartet kurzfristig für die Variante entschieden, künftig auf das Nichtschwimmerbecken zu verzichten. Stattdessen soll es ein Kombibecken für Schwimmer und Nichtschwimmer geben. Trotz der höheren Investition erhoffen sich die Politiker auf lange Sicht deutliche Einsparungen.

Dadurch hätten sich die Vorgaben geändert, sagt Wagner. Bislang sei es eher um eine bessere Sanierung gegangen, nun aber müsse das bisherige große Schwimmerbecken umgebaut werden. Deshalb benötige das Fachbüro genaueres Datenmaterial von der Verwaltung, etwa zur Statik des Beckens, um die Planungen zu konkretisieren. Der Bürgermeister geht davon aus, dass es nach den Ferien verstärkt in Richtung Bauanträge weitergehe. Er räumt ein, dass die entscheidende Sitzung vor zwei Wochen „unglücklich gelaufen ist“. Wie berichtet, hatten die teilweise chaotischen Beratungen bei vielen Zuschauern, die sich für ihr Freibad einsetzen, für großen Unmut gesorgt. Der Bürgermeister begründet die Situation mit dem großen Zeitdruck, um vor den Ferien noch eine Entscheidung über die vielen unterschiedlichen Varianten zu erhalten, damit keine weiteren Verzögerungen riskiert würden.

Die Verwaltung hatte die Lösung favorisiert, bei der beide Becken erhalten geblieben wären. Erst kurzfristig hätte das Planungsbüro Daten vorgelegt, wie sich nun Kosten sparen ließen, wenn es ein Kombibecken geben würde. „Die Zahlen kannten wir vorher nicht“, hätten aber die Entscheidung der Politiker beeinflusst. „Letztendlich gab die Wirtschaftlichkeit den Ausschlag“, sagt Wagner. „Und das Ergebnis ist in Ordnung“, verteidigt er die endgültige Variante, die in Teilen der Bevölkerung auf Kritik stößt, während andere Einwohner froh sind, dass das Freibad überhaupt wieder aufgebaut wird. Unabhängig davon: Schon im vergangenen Jahr hatten die Planer verdeutlicht, dass die Beckenfläche völlig überdimensioniert ist. Die bisherige Quadratmeterzahl sei auf 8000 Besucher täglich ausgelegt – die Spitzen würden in Aerzen aber bei 2800 Badegästen liegen. Auch mit dem Kombibecken verfügen Nichtschwimmer und Schwimmer über mehr Fläche, als von den Planern für notwendig erachtet. Zusätzliche Attraktion: eine Wasserlandschaft für Kinder.

Der Bürgermeister kündigte an, dass nach den Sommerferien ein Gespräch geplant sei mit Einwohnern, die sich für das Freibad starkmachen. Wie berichtet, haben sie sich im sozialen Netzwerk Facebook organisiert: zunächst als Gruppe „Rettet unser Freibad“ mit über 800 Mitgliedern, nun unter dem Namen „Interessen-Gemeinschaft Freibad Aerzen“. Nach eigener Darstellung wollen sie „Ideen und Vorschläge für eine neue Gestaltung mit einbringen, aber auch Ideen sammeln, um zukünftig mehr Besucher in das Bad zu locken“. Torsten Gast, mit einigen anderen Aerzenern federführend, will nun das Gespräch mit Wagner abwarten, auch erfahren, wie genau die Pläne der Verwaltung aussehen. Dann könne überlegt werden, einen Förderverein zu gründen. Mit einer klaren Linie, wie er sagt: Die Regie für das Freibad liege bei der Gemeinde. Ein möglicher Förderverein könne aber Spenden einwerben, um etwa Spielgeräte zu finanzieren oder das Bad attraktiver zu gestalten. „In Richtung Marketing“ gingen Überlegungen, durch Veranstaltungen und spezielle Aktionen das Bad über die Gemeindegrenzen hinaus noch mehr bekannt zu machen, sagt Gast. 

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