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Endspurt beim Wiederaufbau des Freibades – aber Termine zum Saisonstart gibt es erst nach Ostern

Noch ein wenig Geduld

AERZEN. Noch bedarf es einiger Fantasie, um sich auf dem Freibadgelände das bunte Sommertreiben in dem Schwimmbecken und auf dem weitläufigen Areal vorzustellen. Doch der Endspurt bei den Arbeiten sei eingeläutet, sagt Bürgermeister Bernhard Wagner über den Wiederaufbau des bei einem Großfeuer 2013 zerstörten Bades.

veröffentlicht am 06.04.2017 um 16:00 Uhr
aktualisiert am 07.06.2017 um 13:09 Uhr

Im Sommer soll hier auf dem Freibadgelände wieder Hochbetrieb herrschen. In den nächsten Tagen vergibt die Gemeinde den letzten großen Auftrag, damit ein Betrieb dann die Außenanlagen gestaltet. Foto: cb
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Ein wichtiger Schritt entscheidet sich in den nächsten Tagen: Gestern endete die Frist für den letzten großen Auftrag – die Gestaltung der Außenanlagen.

Die Nachricht, auf die viele Aerzener warten: Natürlich starte im Sommer endlich wieder eine Freibad-Saison. Doch mit Terminen hält sich der Bürgermeister vorsichtig zurück, auch wenn intern schon die große Eröffnungsfeier geplant wird. „Ich möchte mich noch nicht auf ein Datum festlegen“, sagt er. Nach den Osterfeiertagen sehe er sich auf der sicheren Seite, wenn der Architekt verlässlich den weiteren Ablauf wisse – erst dann will der Bürgermeister den offiziellen Zeitplan nennen.

Fest stehe: In den Sommerferien, quasi die Hochsaison, solle alles reibungslos funktionieren. Dafür sei zunächst, voraussichtlich nach Himmelfahrt, der Probebetrieb geplant, bei dem Schwimmer das Freibad schon nutzen können. „Sozusagen als gleitender Übergang. Dann sehen wir, wo es vielleicht haken könnte“, will Wagner ausschließen, dass es im Praxistest doch noch Probleme gibt. „Wir wollen, dass bis zur offiziellen Eröffnung die Kinderkrankheiten ausgeheilt sind.“ Vorsichtshalber halt – bei einem Bau dieser Größenordnung könne man nie wissen, ob noch eine negative Überraschung auftauchen könnte, erklärt er. Bloß nicht zu großer Optimismus, da ist Wagner ein gebranntes Kind. Vergangenes Jahr, die Saison davor – kurzfristige Absagen, das Bad zu öffnen, führten zu Enttäuschungen bei den Einwohnern. Nun geht er auf Nummer sicher.

Die gemeinsame Technik für Frei- und Hallenbad gilt als Herzstück der Investition. Bürgermeister Bernhard Wagner und Nico Schlathaus (Fachangestellter für Bäderbetriebe, li.) zeigen sie. Foto: cb
  • Die gemeinsame Technik für Frei- und Hallenbad gilt als Herzstück der Investition. Bürgermeister Bernhard Wagner und Nico Schlathaus (Fachangestellter für Bäderbetriebe, li.) zeigen sie. Foto: cb
Viel zu tun gibt es noch im Umkleide- und Sanitärbereich. Foto: cb
  • Viel zu tun gibt es noch im Umkleide- und Sanitärbereich. Foto: cb

Dabei ist das Herzstück der mehr als zwei Millionen Euro teuren Investition, die gemeinsame Technik für Frei- und Hallenbad, bereits getestet. Und die Folgen des Baubooms, die zu Engpässen bei Handwerksbetrieben führten, dürften ausgestanden sein. „Es war ganz schwer, Fliesenleger zu bekommen“, nennt Wagner als Beispiel. „Aber es ja noch geklappt.“ Da sieht er es schon als beruhigend an, dass genügend Firmen Interesse angemeldet haben, nun als letzten großen Block die Außenanlagen zu gestalten.

Der Bürgermeister verweist darauf, die Planungen eng mit dem vor gut einem Jahr gegründeten „Förderverein Aerzener Bäder“ abzustimmen. Auch die Termine, die bisher nur nichtöffentlich gehandelt werden. Von einem „regen Austausch“ spricht Dirk Spatz vom Vorstand des Vereins, in dem sich Einwohner für die beiden Bäder starkmachen. „Schließlich sind wir bei der Eröffnung ganz kräftig mit dabei“, sagt er. Spatz zeigt sich optimistisch, dass es nun nach der Winterpause zügig vorangeht. Für ihn gilt die Grundsatzentscheidung zum Wiederaufbau als wichtig. Erst habe es geheißen, dass es nach dem Brand kein Freibad mehr geben könnte, dann sei um Geduld geworben worden. Spatz: „Aber jetzt steht das Freibad vor der Vollendung – und das ist gut so.“



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