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Abschied vom Eröffnungstermin August / Nach gutem Start folgten die Probleme

Kurze Freibadsaison endgültig abgehakt

AERZEN. Glauben wollte es ohnehin kaum noch ein Aerzener, der in den vergangenen Wochen die Großbaustelle besucht hatte, dass die für August wenigstens kurz geplante Freibad-Saison ermöglicht werden könnte. Nun ist es offiziell: Der Zeitplan für das Freibad Aerzen ist nicht mehr zu halten.

veröffentlicht am 11.08.2016 um 20:13 Uhr
aktualisiert am 07.06.2017 um 13:06 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Darüber informierte Bürgermeister Bernhard Wagner gestern die Politik im Verwaltungsausschuss. Zuvor war die Gemeinde vom Architektenbüro über die aktuelle Planung mit den damit verbundenen Verzögerungen informiert worden.

„Bis zum Frühsommer sah es wirklich so aus, dass der Termin August zu halten gewesen wäre“, erläutert Wagner auf Nachfrage unter Berufung auf den Architekten. Er bedaure, wenn nun die Erwartungen einiger Einwohner enttäuscht worden seien. „Wir sind gut gestartet“, sagt der Bürgermeister. „Ich hätte es auch gerne gesehen, wenn alles wie vorgesehen gelaufen wäre.“ Dabei sei es fast ein glücklicher Umstand, dass mit der ungünstigen Witterung dieses Sommers der öffentliche Druck nicht so hoch gewesen sei. Sein Eindruck sei, dass die Einwohner vor allem froh seien, dass das Bad überhaupt wiederaufgebaut werde. Und selbstverständlich sei diese Entscheidung auch nicht gewesen.

Mit Schuldzuweisungen (Wagner: „Das hilft jetzt nicht weiter“) halte er sich zurück, wobei der Bürgermeister das Kollegium im Rathaus auf jeden Fall davon ausnimmt. „Das ist eine große Herausforderung für eine kleine Kommune“, sagt er über das Vorhaben, das Ende 2013 bei einem Großbrand zerstörte Freibad neu zu errichten, wobei die Beckenlandschaft völlig neu konzipiert worden sei. Dennoch müsse später aufgearbeitet werden, wo die genauen Ursachen für die Verzögerungen gelegen hätten.

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  • Bis zum Frühsommer sah es wirklich so aus, dass der Termin August zu halten gewesen wäre“, sagt Bürgermeister Bernhard Wagner. Nun soll das Schwimmbecken – hier die Arbeiten am Donnerstag – voraussichtlich Ende September fertiggestellt sein. Dann folgt der Probebetrieb.Foto: cb

Vier Punkte seien aber schon offenbar, wie er erläutert. Vor allem habe die endgültige Baugenehmigung erst am 22. Juli vorgelegen, nachdem die modifizierten Anträge im Dezember eingereicht worden seien. „Eine sehr lange Zeit“, sagt Wagner. Zwar habe es schon Teilgenehmigungen gegeben, um mit vorbereitenden Arbeiten beginnen zu können, aber immer wieder hätten Unterlagen, beispielsweise zu statischen Berechnungen, nachgereicht werden müssen. Als nächsten Punkt nennt er Fördergelder, die zwar frühzeitig in Aussicht gestellt worden seien, auf den schriftlichen Bescheid habe aber lange gewartet werden müssen. Und bis dahin hätte mit den Arbeiten – sie betreffen den Nichtschwimmerbereich im Kombibecken – nicht begonnen werden können. Während des Baus hätten sich weitere Probleme wie bei den Kanälen herausgestellt. Und, so der vierte Punkt: Nachdem zunächst Aufträge zügig hätten vergeben werden können, habe es zum Schluss bei einigen Gewerken gehakt. „In Summe hat dies zu Verzögerungen von vier bis sechs Wochen geführt“, sagt Wagner.

Das Becken soll nach derzeitiger Planung Ende September fertig sein, ebenso der Rohbau für die Gebäude, wo dann im Oktober die Innenarbeiten folgen. Ein Probebetrieb muss auf jeden Fall in diesem Jahr erfolgen, wie Wagner auf abrechnungstechnische Gründe verweist. Der Bürgermeister: „Also werden noch in diesem Jahr einige ins Wasser springen können.“

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