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Neuartige Bädertechnik sorgt für aufwendige Prüfungen

Geduldssache – und jetzt auch noch Keime

AERZEN. Noch eine Verzögerung? Bürgermeister Bernhard Wagner räumt ein, dass ihm die Nachricht zunächst ein wenig Sorge bereitet hat, dass das Hallenbad über die Feiertage bis in die erste Januar-Woche geschlossen bleiben muss. Die gemeinsame Technik mit dem benachbarten Freibad verlange sorgsame Prüfungen.

veröffentlicht am 21.12.2016 um 16:41 Uhr
aktualisiert am 07.06.2017 um 13:08 Uhr

Die Schwimmbecken im Außenbereich sind fertig und mit Wasser gefüllt. Wegen der technischen Installationen bleibt das Hallenbad bis zum 6. Januar geschlossen. Foto: cb
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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„Aber alles nicht so dramatisch“, gab er kurze Zeit später Entwarnung. Letztlich gehe es um die Qualität des Wassers – und die Prüfungen mit immer wieder neuen Proben und Laboruntersuchungen „dauern ellenlang“, wie er sagt.

Ursprünglich sollte das Hallenbad für zwei Wochen bis zum 18. Dezember geschlossen bleiben. Nun gilt der eingeschränkte Freizeitspaß voraussichtlich bis zum 6. Januar. Bekanntlich setzt die Gemeinde beim Wiederaufbau des vor drei Jahre bei einem Feuer zerstörten Freibades auf zentrale Technikanlagen, die für beide Bäder genutzt werden. „Der neueste Stand der Technik“, sagt Wagner. Das Leistungsverhältnis auf die Zukunft ausgerichtet, gleichzeitig kostensparend, um den jährlich hohen Zuschussbedarf für die Freizeiteinrichtungen zu senken. Allerdings: Die neue Bädertechnik sei in Deutschland noch nicht so etabliert. „Das Gesundheitsamt schaut da ganz genau hin“, sagt der Bürgermeister über die Abteilung des Landkreises. Das sei keine Kritik, doch bedeute dies viele Prüfungen.

Das Gesundheitsamt hatte bei Proben krankmachende Keime – sogenannte Pseudomonaden – festgestellt. Allerdings „nicht im Badewasser“, wie der Landkreis ausdrücklich betont, sondern im technischen System. Die Lokalisierung sei zunächst unklar gewesen, der Keim habe aber schließlich geortet werden können. Anschließend sei ein Rohr in der Zuleitung ausgetauscht worden. „Wir sind zuversichtlich, dass es daran gelegen hat und die Keime nun ausgemerzt sind“, teilte gestern Behördensprecherin Sandra Lummitsch mit. „Verbindliche Probeergebnisse bleiben allerdings noch abzuwarten.“

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Wie berichtet, gehörte zu den weiteren Arbeiten vor zwei Wochen beispielsweise der Färbetest, um die Filtertechnik zu prüfen. Abschnittweise ging es dann für die Fachfirma Landwehr Wassertechnik aus Schöppenstedt und die Gemeinde in den vergangenen Tagen weiter: Technische Leitungen zusammenbauen, die gesamte Anlage desinfizieren, Schwallwasserbehälter leeren und reinigen, dann die Rohrleitungen spülen. Für gestern war die Reinigung der Becken im Hallenbad terminiert, bevor sie nach Weihnachten wieder mit Wasser gefüllt werden. Anfang Januar werden Proben entnommen und erneut im Labor untersucht. Während die Schwimmer im Hallenbad laut Planung ab dem 7. Januar wieder ihre Bahnen ziehen können, denken die Verantwortlichen im Rathaus schon an die Freibadsaison, die im nächsten Sommer kaum mehr infrage steht. Fast alle Aufträge seien raus, noch einmal befasse sich der zuständige Fachausschuss Mitte nächsten Monats mit den Außenanlagen. „Dann müssten wir ziemlich damit durchsein“, hofft Wagner, bald ein Haken an das Thema setzen zu können.

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