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Angebote für Wiederaufbau liegen vor / Warum ein provisorischer Betrieb in diesem Sommer scheiterte

Freibad – Warten auf den Tag der Entscheidung

Aerzen. Das ist den Verantwortlichen im Aerzener Rathaus bewusst: Der Öffentlichkeit ist schwer zu vermitteln, warum auf dem Freibad-Gelände mehr als vier Monate nach dem Brand kaum etwas geschehen ist.

veröffentlicht am 02.05.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.06.2017 um 18:57 Uhr

Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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„Natürlich kann der Eindruck entstehen, dass es nicht schnell genug geht“, meinte Erster Gemeinderat Andreas Wittrock im zuständigen Fachausschuss des Rates. Doch noch einmal verzögerte sich der Termin, dass die Sachverständigen die Versicherungssumme für die Schwimmbadtechnik nennen. „Wir stehen aber Gewehr bei Fuß“, sagte Wittrock über den Stand der Vorplanungen. Voraussichtlich in der zweiten Mai-Woche findet nun das Gespräch mit den Versicherungsvertretern statt. Dann soll alles schnell gehen. Die Angebote für den Wiederaufbau der Gebäude und die Neuanschaffung der Technik würden vorliegen – und könnten innerhalb kurzer Zeit von der Politik beraten und die Aufträge vergeben werden, sobald die Versicherungssumme für die Technik feststehe. Für die Gebäude sind bereits 820 000 Euro festgelegt. Ohnehin hatte sich bereits seit Wochen abgezeichnet, dass die diesjährige Freibad-Saison, die sonst im Mai beginnt, ausfallen muss. Bürgermeister Bernhard Wagner erneuerte im Ausschuss die Ankündigung, dass stattdessen das Hallenbad mit Ausnahme einer Wartungspause von voraussichtlich zwei Wochen im Sommer geöffnet bleibt.

Nach Auffassung von Politik und Verwaltung die einzig sinnvolle Möglichkeit. Wittrock hatte noch einmal die Bemühungen betont, einen provisorischen Badebetrieb unter freiem Himmel in diesem Jahr zu organisieren. Kosten in sechsstelliger Höhe würden aber notwendig. „Wir haben alle Möglichkeiten geprüft“, sagte er. Zwar hätten Container aufgestellt werden können, das Technische Hilfswerk sei angefragt worden wegen der Trinkwasseraufbereitung. Das allein hätte nicht gereicht. Im Gespräch mit der Aerzener Maschinenfabrik sei schnell deutlich geworden, dass deren Gebläse nicht dafür ausgerichtet seien, das Wasser in den Becken umzuwälzen. Auch das Gesundheitsamt, für die Qualität des Badewassers maßgeblich, sei immer beteiligt gewesen. „Wir haben uns nach allen Seiten abgesichert“, meinte Wittrock. „Aber alle haben uns empfohlen, auf das Provisorium zu verzichten.“

Ratsherr Carsten Klein (SPD) räumte ein, dass ihm erst bei den Abbrucharbeiten deutlich geworden sei, warum das ganze Verfahren angesichts der Dimensionen einschließlich Beseitigung des Sondermülls so lange dauere. Ausschuss-Vorsitzender Friedel-Curt Redeker (CDU) fasste zusammen, dass es erst eine Entscheidung über den Wiederaufbau geben könne, wenn belastbare Zahlen vorliegen würden. Redeker: „Es ist im Sinne von Politik und Verwaltung, so schnell wie möglich das Bad wieder zu öffnen, dabei aber die Kosten im Blick zu behalten.“ 

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