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Fachbüros stellen Montag Freibad-Pläne vor – erteilen Politiker bereits am Mittwoch den Bauauftrag?

Die Woche der Entscheidung

Aerzen. Und plötzlich soll alles ganz schnell gehen: Nach monatelangem Warten mit gefühltem Stillstand kommt nun Bewegung in das Thema, das bei einem Großbrand im Dezember zerstörte Aerzener Freibad wieder neu zu errichten. Von einem „ehrgeizigen Ziel“ spricht Bürgermeister Bernhard Wagner. Fachbüros stellen am Montag den Politikern die Pläne für den Neubau vor, die dann am Dienstag in ihren Fraktionen beraten – bereits einen Tag später soll laut Fahrplan der Auftrag erteilt werden.

veröffentlicht am 17.07.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 07.06.2017 um 18:57 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Die Aerzener Kommunalpolitiker waren in der jüngsten Vergangenheit nicht für spontane Entscheidungen bekannt. Immer wieder vertagten sie Beschlüsse, um neue Daten und Zahlen beraten zu können, wie sich derzeit bei der Frage zeigt, mit welchem Aufwand die Domänenburg saniert werden soll. Doch der Bürgermeister verbreitet Optimismus. Das Vorgehen sei mit der Politik abgestimmt. Immerhin: Fraktionsübergreifend steht fest, dass der Wiederaufbau des Freibades politisch gewünscht ist. Wagner erinnert daran, dass das Ziel vorgegeben sei, möglichst zur Freibad-Saison im nächsten Jahr zu öffnen. „Dann müssen wir jetzt in die Gänge kommen“, drückt er aufs Tempo. Mit den Ferien stehe die politische Sommerpause bevor, außerdem müsse die Ausschreibung – dabei werden die günstigsten Handwerker ausgewählt – erfolgen, wobei öffentliche Einrichtungen wie eine Gemeinde an bestimmte Vorgaben gebunden sind. Architekten und Firmen benötigen Vorlauf – schnell steht dann der Winter mit den Unwägbarkeiten der Witterung bevor.

Was die Politiker am Montag erwartet? „Wir wissen es auch noch nicht“, sagt Wagner, dass die Pläne bislang nicht im Rathaus vorliegen. Was hingegen feststeht: Es sind mehr als nur Vorschläge, die zerstörte Infrastruktur mit Gebäuden und Technik neu zu schaffen. „Machbarkeitsstudie“ lautet der Auftrag an drei Ingenieurbüros, Verwaltung und Politikern Ideen vorzustellen – inklusive Zeit- und Kostenplan. Je nach Lesart stehen 1,2 oder 1,4 Millionen Euro (entsprechend der Mehrwertsteuer) von der Versicherung zur Verfügung. Die einfachste Lösung wäre, die Einrichtungen wie gehabt eins zu eins wiederzuerrichten. Doch die Überlegung der Verwaltung und damit der Auftrag an die Experten geht weiter: Wie lassen sich durch Alternativen langfristig Kosten sparen? Deshalb sollen die Ingenieurbüros Ideen vorstellen, ob Synergieeffekte durch das benachbarte Hallenbad möglich sind, andere Techniken Einsparungen bringen oder ein kleineres Schwimmerbecken die Betriebskosten senkt. „Die wissen, was sie tun“, erwartet Wagner geeignete Antworten von den Mitarbeitern der drei Büros, die sich auf Bäder spezialisiert haben. Nur: Je aufwendiger die Lösung, desto mehr Beratungsbedarf könnte entstehen – vor allem, wenn die Investition über der Summe liegt, die von der Versicherung gezahlt wird. Aus politischen Kreisen heißt es schon, dass der Blick sehr genau auf die Vorschläge gerichtet werde. Spätestens, wenn das Hallenbad ins Gespräch komme, das auf lange Sicht nicht zu halten sei, werde es problematisch, heißt es. Der Bürgermeister kündigt vorsichtshalber schon einmal an: „Wenn notwendig, muss sich der Ausschuss in den Ferien noch mal zusammensetzen.“

Die Machbarkeitsstudie der Ingenieurbüros wird bei der für Einwohner öffentlichen Sitzung des Betriebsausschusses, der für die Bäder mit zuständig ist, vorgestellt. Die Sitzung beginnt am Montag, 21. Juli, um 17 Uhr im Rathaus. Die zweite Sitzung mit möglicher Auftragsvergabe ist für Mittwoch, 23. Juli, ab 18 Uhr ebenfalls im Rathaus vorgesehen. 

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  • Verwaist: Die Freibad-Saison 2014 fällt aus – besonders angesichts der bevorstehenden hochsommerlichen Tage für viele Aerzener bedauerlich. Bis zum nächsten Jahr soll der Wiederaufbau abgeschlossen sein. Dana

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