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Wiederaufbau des Freibades: Weitere Aufträge vergeben / Aus Facebook-Gruppe geht Förderverein hervor

„Aerzener nehmen das sehr genau wahr“

Aerzen. In anderen Kommunen starten die Vorbereitungen für die Freibad-Saison, in Aerzen beginnen gerade mal die Arbeiten für den Wiederaufbau der Freizeiteinrichtung, die Ende 2013 bei einem Feuer zerstört worden ist. Dennoch geben sich die Verantwortlichen optimistisch: Eine Eröffnung im August sei möglich.

veröffentlicht am 14.04.2016 um 13:45 Uhr
aktualisiert am 07.06.2017 um 13:05 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Um den Wiederaufbau des Aerzener Freibades voranzutreiben, erhöhen die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung den Druck. Gleich vier Aufträge vergab der zuständige Ausschuss am Mittwoch an Fachfirmen – ursprünglich stand nur ein Auftrag auf der Tagesordnung. Die nächste Sitzung wurde um einige Tage auf Anfang Mai vorgezogen. Dann soll die Entscheidung fallen, welches Unternehmen den Rohbau errichtet. „Ich werte es positiv, dass die Sitzung zügig angesetzt wird“, kommentierte Dirk Spatz als Vorsitzender des neu gegründeten Fördervereins für die Bäder, der zusammen mit Cordt Grabbe unter den Zuhörern war.

Er erinnerte daran, dass der Verein aus einer Facebook-Gruppe hervorgegangen ist, die unter dem Namen „Interessen-Gemeinschaft Freibad Aerzen“ in den sozialen Medien zu finden ist. „Die Interessen-Gemeinschaft wird rege unterstützt“, sagte Spatz. „Wir sehen, dass die Aerzener sehr genau wahrnehmen, was passiert, aber auch Auswärtige.“

Derzeit sei der Förderverein noch in der Gründungsphase. Zwar sei ein Vorstand schon gewählt, doch müssten noch einige Regularien erfüllt werden, bevor Mitglieder aufgenommen werden könnten. Der Vorsitzende kündigte an, dass beide Bäder unterstützt werden sollten, indem beispielsweise durch Aktionen und Veranstaltungen das Angebot attraktiver werde und die Besucherzahlen erhöht werden könnten, gleichzeitig könnte der Verein Spenden einwerben. Wie es aus dem Rathaus heißt, soll baldmöglichst ein Gespräch zwischen Verein und Verwaltung terminiert werden.

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  • Foto: Dana
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  • Kaum vorstellbar: Hier soll im August die Freibadsaison starten. Die Arbeiten sind aber im Zeitplan, wie die Verantwortlichen betonen. Foto: Dana

Bürgermeister Bernhard Wagner sagte in der Sitzung, dass die Technik als wesentlicher Bestandteil des Wiederaufbaus (Kosten: rund 535 000 Euro) derzeit im Hallenbad installiert werde. Die weiteren Aufträge, die vergeben wurden, betreffen die Arbeiten für den Entwässerungskanal, den Abbruch des Nichtschwimmerbeckens sowie für die Gebäude die Zimmer- und Holzbauarbeiten sowie die Dachdeckerfirma. Was wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde: Die Kosten liegen 56 000 Euro unter den Schätzwerten, die für die Kalkulation angenommen wurden. Auch die Schwimmbadtechnik gab es günstiger.

„Wir sind gut im Rennen, was diese Dinge angeht“, sagte Erster Gemeinderat Andreas Wittrock. „Das ist ganz erfreulich.“ Auch die Politiker werteten es als positiv, dass bei öffentlichen Bauprojekten mal die Kosten unterschritten würden. Friedel-Curt Redeker (CDU) merkte an, dass die allgemeingültigen Schätzwerte hinterfragt werden sollten. Manche Entscheidung für Investitionen würde leichter fallen, wenn die Summen nicht so hoch seien, sagte er.

Nun bleibt bei den Beteiligten die Hoffnung, dass der Wiederaufbau des Freibades noch in der laufenden Saison gelingt. Wittrock räumte ein, dass der Einbau der Folie für das Schwimmbecken im Juni mit „als der schwierigste Teil“ gelte. Dafür werde konstantes Wetter über drei Wochen benötigt. „Bleibt die große Frage, wann das Freibad eröffnet“, sagte Wittrock. „Wir gehen nach wie vor im August aus.“

Im Verborgenen: Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf die Schwimmbadtechnik, die als Herzstück des Wiederaufbaus gilt. Sie wird zentral im Hallenbad untergebracht. Gleichzeitig werden Leitungen verlegt.

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