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Kosten laufen aus dem Ruder / Neue Planungen für nächstes JahrDachzeile

Abgehakt: Freibad-Saison fällt ins Wasser

Aerzen. Rückzug auf Raten: Nachdem die Wiedereröffnung des Freibades Aerzen immer ein Stück weiter hinausgezögert worden ist, nun die schlechte Nachricht – die Freibad-Saison in diesem Jahr fällt komplett aus.

veröffentlicht am 08.05.2015 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 07.06.2017 um 19:08 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Das gab gestern Bürgermeister Bernhard Wagner bekannt, nachdem die Politik am Abend zuvor nichtöffentlich den entsprechenden Beschluss gefasst hatte. Als wesentlichen Grund nennt Wagner die Kosten, die nach neuesten Schätzungen des Fachbüros höher als erwartet ausgefallen sind. Nun wird der Wiederaufbau für die Saison 2016 angestrebt.

Kurz nach dem Feuer Ende 2013 gab es zunächst sogar vorsichtigen Optimismus, einen improvisierten Betrieb in der Saison 2014 ermöglichen zu können. Bis zuletzt hatten sich die Verantwortlichen dann an die Hoffnung geklammert, dass wenigstens zu den Ferien im hochsommerlichen August in diesem Jahr das bei einem Großbrand zerstörte Freibad neu errichtet sein könnte. Nun also die nächste Verzögerung.

Die Kosten seien aus dem Ruder gelaufen, hätten über der ursprünglich geplanten Summe gelegen, begründete Wagner. „Da habe ich die Reißleine gezogen“, sagte er. Bekanntlich hatte es einen Ideenwettbewerb gegeben. Mehrere Fachbüros erarbeiteten Pläne, wie in Höhe der Versicherungssumme – Vorgabe waren 1,3 Millionen Euro – der Neubau erfolgen könnte. Die Planer, die den Zuschlag erhalten haben, hätten immer wieder betont, den Rahmen einhalten zu können, erläutert Wagner. Kurz vor Ausschreibung hätten sie nun auf dem Markt belastbare Zahlen erhoben. Aktualisierte Summe: 1,6 Millionen Euro. Zwar seien Kürzungen verlangt und die Summe auf 1,4 bis 1,45 Millionen verringert worden, gleichzeitig hätte das Fachbüro aber zusätzliche Investitionen für die Becken in Höhe von 90 000 Euro ermittelt. Diese Ausgabe für eine kurze Restsaison von wenigen Wochen ab August sei aber nicht zu rechtfertigen, argumentiert Wagner. „Ein bedauerlicher Schritt“, kommentiert Wagner die jetzt erfolgte Entscheidung. Nun bleibt das Hallenbad – mit Ausnahme der Revisionszeit – durchgehend für die Schwimmer geöffnet.

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  • Geduldiges Warten: Zuletzt war das Wohn- und Praxisgebäude neben dem Hallenbad abgerissen worden, um dort den Neubau zu errichten.

Verteidigung hört sich anders an, lässt Wagner Unzufriedenheit an den trotz der Vorgabe gestiegenen Kosten anklingen, doch am Fachbüro werde festgehalten. Nun solle zügig eine Lösung gefunden werden, die auch eine Sanierung der Schwimmbecken einschließe. Dafür seien ohnehin schon für nächstes Jahr 500 000 Euro eingeplant worden. Dazu werde man sich auch in Coppenbrügge informieren.

Wagner betonte, dass Aerzen als verschuldete Gemeinde die Ausgaben deckeln müsse. Schon jetzt habe der Landkreis als Aufsichtsbehörde angefragt, ob die Kommune überhaupt am Freibad festhalten wolle. Wagner sieht bei diesem Thema aber weiterhin Übereinstimmung bei der Politik mit seiner persönlichen Meinung. Der Bürgermeister: „Das Freibad gehört zu Aerzen.“ 

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