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Betreiber mit Leistung des Windparks Coppenbrügge zufrieden

Stromproduktion im Plansoll

COPPENBRÜGGE. 52 428 866 Kilowattstunden Strom hat der Windpark „Coppenbrügge Kastanien Süd“ zwischen der B 1 und der L 423 (Richtung Herkensen/Hohnsen) im Jahr 2017 produziert. Somit erfüllten die acht Nordex-Anlagen die Prognose der Betreiberin Landwind.

veröffentlicht am 15.01.2018 um 11:53 Uhr
aktualisiert am 15.01.2018 um 19:40 Uhr

Der Windpark „Coppenbrügge Kastanien Süd“ arbeitet jetzt ein volles Jahr.
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Autor

Henry Griesefell Reporter
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„Das ist nun das erste Jahr, in dem alle Windenergieanlagen komplett ein ganzes Jahr über produzieren. Ich freue mich, dass wir die Ertragsprognose einhalten“, teilt Alexander Heidebroek, Geschäftsführer der Landwind-Gruppe, mit. Er sei insgesamt sehr zufrieden mit den Schwachwindanlagen, die Landwind speziell für diesen Binnenstandort ausgesucht hat. Bei Windgeschwindigkeiten von nur drei Meter pro Sekunde beginnen sich die Windräder zu drehen. Bei zu großen Windstärken – das sind Böen ab 20 Meter – stellen sich die acht Nordex-Anlagen ab.

Im vergangenen Jahr waren Stimmen im Landkreis Hameln-Pyrmont laut geworden, die die Wirtschaftlichkeit des Windparks „Coppenbrügge Kastanien Süd“ anzweifelten. Die Kritiker gehen von einer Leistung von nur etwa 22 bis zu optimistisch berechneten 33 Millionen Kilowattstunden aus. Heidebroek: „Das kann ich nicht nachvollziehen. Unsere Ertragsgutachten werden von akkreditierten Ertragsgutachtern erstellt. Sowohl das finanzierende Kreditinstitut als auch wir prüfen jedes Windparkprojekt auf Herz und Nieren“. Dabei seien drei Faktoren für die Standortplanung eines Windparks wichtig: Das Windangebot, der passende Windenergieanlagentyp und der zu erwartende Energieertrag.

Natürlich könne es dabei zu jährlichen Schwankungen kommen, so der Geschäftsführer. Denn wie der Name schon sage, sei eine Ertragsprognose eine Schätzung. Und der Wind wehe nicht jedes Jahr gleich stark, schränkt Heidebroek ein. Dennoch seien die Ertragsprognosen mittlerweile so gut, dass die Vorhersagen größtenteils zutreffen. „Für uns wäre aber auch ein Jahr mit unter 52 Millionen Kilowattstunden kein Weltuntergang“ so der Geschäftsführer der Landwind-Gruppe. Schwankungen seien absolut normal und in Wirtschaftlichkeitsprognosen des Unternehmens berücksichtigt“, versichert Heidebroek.

Für uns wäre aber auch ein Jahr mit unter 52 Millionen Kilowattstunden kein Weltuntergang.

Alexander Heidebroek, Geschäftsführer Landwind

Nach Berechnungen hatten Coppenbrügger Windpark-Gegner zuvor prognostiziert, dass Landwind für den Windpark Kastanien Süd mit einer Windgeschwindigkeit von 6,3 Meter pro Sekunde rechnen müsste, um auf die 52 Millionen Kilowattstunden Leistung zu kommen. Laut Daten des Deutschen Wetterdienstes würde in dieser Gegend (80 Meter über Grund) im Jahresmittel allerdings nur eine Windgeschwindigkeit von etwa 5,5 Meter pro Sekunde erreicht.

Landwind hatte dem aber bereits im April vorigen Jahres entgegnet, dass bei Energie-Leistungsberechnungen neben der mittleren Windgeschwindigkeit auch der mittlere Energiegehalt des Windes berücksichtigt werden müsse. Je nach Häufigkeitsverteilung des Windes sei die mittlere Geschwindigkeit, bezogen auf den Energiegehalt des Windes beziehungsweise den Energieertrag einer Windkraftanlage, eine variable Größe. So sei es möglich, dass der Energiegehalt des Windes und damit der Energieertrag einer Windkraftanlage bei der gleichen Windgeschwindigkeit und unterschiedlichen Häufigkeitsverteilungen der einzelnen Windgeschwindigkeiten um bis zu 15 Prozent schwanke. Damit könne laut Landwind eine mittlere Jahreswindgeschwindigkeit von sechs Stundenkilometern sowohl bedeuten, dass der Wind das ganze Jahr konstant mit 6 Metern wehe; oder aber ein halbes Jahr lang eine Windgeschwindigkeit von zwölf Metern pro Sekunde auftrete und ein halbes Jahr lang Windstille. Im zweiten Fall wäre der Energieertrag einer Windenergieanlage um ein vierfaches höher – bei der gleichen mittleren Windgeschwindigkeit.

Der Windpark Coppenbrügge Kastanien Süd ist seit März 2016 komplett in Betrieb. Die Gesamt-Nennleistung der acht Windenergieanlagen vom Typ N117/2400 des Herstellers Nordex beträgt 19,2 Megawatt. „Ab elf Meter pro Sekunde ist die optimale Leistung bei diesen Nordex-Anlagen erreicht“, erklärt Stefanie Mertz vom Landwind-Projektmanagement & Öffentlichkeitsarbeit zur erforderlichen Windmenge, die für optimale Leistung der Schwachwindanlagen erforderlich sind. Die jährliche Ertragsprognose liegt damit bei 52 000 000 Kilowattstunden Strom.

Damit können nach Schätzungen der Nordwind-Gruppe jährlich knapp 35 000 Menschen mit erneuerbarer Energie versorgt und rund 37 000 Tonnen CO2 pro Jahr gegenüber einer konventionellen Stromerzeugung eingespart werden.

Information

Landwind-Gruppe

Die Landwind-Gruppe plant, baut und betreut Onshore-Windenergieprojekte in ganz Deutschland. Der Hauptsitz befindet sich in Gevensleben im Landkreis Helmstedt. Die von der Landwind-Gruppe betreuten Windenergieanlagen produzieren jährlich rund 500 Millionen Kilowattstunden Strom. Der zur Unternehmensgruppe gehörende Energieversorger Landstrom bietet neben 100 Prozent erneuerbarer Energie und klimaneutralem Gas verschiedene Dienstleistungen für Betreiber von Erneuerbaren Energieanlagen



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