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Salzhemmendorfs Verwaltungsausschuss will keine weiteren Vorranggebiete ausweisen

Gegen noch mehr Windräder

SALZHEMMENDORF. In seiner jüngsten Sitzung hat der Verwaltungsausschuss des Flecken Salzhemmendorf beschlossen, den bestehenden Flächennutzungsplan in Bezug auf die Vorrangflächen für Windenergieanlagen nicht zu ändern.

veröffentlicht am 04.09.2018 um 11:00 Uhr
aktualisiert am 04.09.2018 um 17:10 Uhr

In Salzhemmendorf hat sich die Politik jetzt eindeutig gegen mehr Windräder ausgesprochen. Foto: wal
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Fünf Windräder stehen bislang im Gebiet des Fleckens Salzhemmendorf. Der Bau weiterer Windkraftanlagen ist seit Jahren im Gespräch; immer wieder sind Bauinteressenten in Gesprächen mit Landbesitzern. Der Ausbau der regenerativen Energien ist derzeit auch im Ostkreis Thema. Erst unlängst haben sich drei weitere Interessenten gemeldet. Mit den aktuellen Vorhaben haben sich mittlerweile die politischen Gremien im Flecken intensiv beschäftigt.

Die Politiker bekräftigen nunmehr eine Entscheidung des Flecken Salzhemmendorf, der sich bereits frühzeitig vor über zehn Jahren intensiv mit diesem Thema beschäftigt und positioniert hat: Im Flächennutzungsplan wurde seinerzeit eine Vorrangfläche für Windkraftanlagen im Raum Oldendorf/Ahrenfeld mit Ausschlusswirkung für das übrige Gemeindegebiet ausgewiesen. Diese Fläche ist mit ihren fünf Windrädern derzeit voll belegt. Die Windkraftanlagen sind dort alle in Betrieb. „Im Flecken Salzhemmendorf wird jedes Jahr das Doppelte an regenerativen Strom erzeugt als insgesamt verbraucht wird“, erklärt Bürgermeister Clemens Pommerening.

Der Ausbau der Windenergie stößt im Landkreis Hameln-Pyrmont allgemein auf zunehmenden Widerstand. Für die Überarbeitung des niedersächsischen Landesraumordnungsprogramms wird beim Landkreis derzeit ein Vorentwurf für ein Regionales Raumordnungsprogramm erarbeitet. Und danach sollen sich im Kreis die Windkraft-Vorranggebiete der Zukunft neben den Flächen bei Grohnde, die derzeit mit Windrädern bestückt werden, auf den Ostkreis konzentrieren: Ein Anfang Dezember vorigen Jahres herausgekommenes Gutachten für die „Neuausweisung von Konzentrationsflächen für Windenergieanlagen“ im Landkreis Hameln-Pyrmont ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Windenergie am optimalsten künftig auf Flächen bei Herkensen / Bäntorf im Flecken Coppenbrügge und im Flecken Salzhemmendorf im Raum Oldendorf/Ahrenfeld mit Anschluss ans hildesheimische Esbeck produziert werden kann. Sosieht es das von der hannoverschen Planungsgruppe Umwelt erarbeitete Gutachten.

„Das Doppelte an regenerativen Strom erzeugt als insgesamt verbraucht wird Clemens Pommerening Bürgermeister Salzhemmendorf
  • „Das Doppelte an regenerativen Strom erzeugt als insgesamt verbraucht wird Clemens Pommerening Bürgermeister Salzhemmendorf

Fünf Windräder betreibt die Firma Landwind bereits im Salzhemmendorfer Windpark-Areal. Und sie möchte weitere daneben errichten. Sollten Landwind und andere interessierte Firmen ihre Projekte jetzt dennoch weiter vorantreiben, wird die Wirksamkeit der nun im Verwaltungsausschuss getroffenen gemeindlichen Planung gegebenenfalls in einem Gerichtsverfahren überprüft.

Die Gemeinde habe sich mit ihrem Flächennutzungsplan „frühzeitig positioniert“ und das Ergebnis sei „rechtskräftig und unanfechtbar“, so hatte Bürgermeister Pommerening bereits bei früheren Drohungen von Interessenten, einen Windrad-Bauplatz erstreiten zu wollen, versichert: Man haben den Flächennutzungsplan rechtlich prüfen lassen und sei der Meinung, dass er gerichtsfest ist.“ Den derzeitigen Interessenten stünde es aber dennoch frei, trotzdem einen Antrag bei der Genehmigungsbehörde Landkreis zu stellen und auch den Klageweg beim Verwaltungsgericht zu beschreiten, sollte dieser abgelehnt werden.



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