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Raumordnungsprogramm sieht Windkraft-Vorranggebiete in Flecken Coppenbrügge und Salzhemmendorf

Am besten an den Ostrand

BRÜNNIGHAUSEN. Im Kreis-Ausschuss für Erneuerbare Energien und Umwelt werden am Mittwoch die Vorrangflächen für die Windenergie vorgestellt. Im Kreis werden sich die Windkraft-Vorranggebiete der Zukunft neben Flächen bei Grohnde auf dem Ostkreis konzentrieren.

veröffentlicht am 24.04.2018 um 13:53 Uhr
aktualisiert am 24.04.2018 um 14:30 Uhr

Im Coppenbrügger Zukunftsareal für Windkraft stehen bereits Windräder. Foto: dana
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Der Ausbau der Windenergie stößt im Landkreis Hameln-Pyrmont auf zunehmenden Widerstand. Für die Überarbeitung des Landesraumordnungsprogramm Niedersachsen wird beim Kreis derzeit ein Vorentwurf für ein Regionales Raumordnungsprogramm erarbeitet. Im Kreis werden sich demnach die Windkraft-Vorranggebiete der Zukunft neben Flächen bei Grohnde auf dem Ostkreis konzentrieren: Ein Anfang Dezember vorigen Jahres herausgekommenes Gutachten für die „Neuausweisung von Konzentrationsflächen für Windenergieanlagen“ im Landkreis Hameln-Pyrmont ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Windenergie am optimalsten künftig auf Flächen bei Herkensen / Bäntorf im Flecken Coppenbrügge und im Flecken Salzhemmendorf bei Bentorf/Oldendorf mit Anschluss ans hildesheimsche Esbeck produziert werden kann.

Im Landkreis Hameln-Pyrmont waren im Jahr 2016 insgesamt 61 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 101 Megawatt installiert. 2017 wurden auf Hamelner Gebiet fünf weitere Windräder errichtet. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass aufgrund von technischen Verbesserungen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein Schwerpunkt des Windkraftausbaus in Repowering-Maßnahmen vorhandener Anlagen liegen wird.

Nachdem in der Februar-Sitzung des Fachausschusses die Thematik Mobilität, Verkehr und Logistik“ des Vorentwurfes des Regionalen Raumordnungsprogramms vorgestellt wurde, soll in der heutigen Sitzung der Bereich Energie und die damit verbundenen Standort- und Flächenanforderungen diskutiert werden.

In dem dazu von der hannoverschen Planungsgruppe Umwelt erarbeiteten Gutachten sind nach dem Ausschlussverfahren sechs verschiedene Potenzialflächen für eine mögliche Windenergienutzung für eine Ausweisung im Regionalen Raumordnungsprogramm unter die Lupe genommen worden. Kriterium war eine zusammenhängende Fläche von um die 50 Hektar und kein Vorliegen von Hinderungsgründen aus dem Bereich der Naturschutz- und Emissionsbestimmungen. Als absolute Favoriten als künftige Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen in Kreis ergaben sich hierbei schließlich die Areale Herkensen/Bäntorf sowie Benstorf/Oldendorf – nicht zuletzt wegen der Tatsache, dass hier bereits Anlagen zur Windkraftnutzung stehen. Auf der dritten Potenzialfläche in Grohnde befinden sich zwar noch keine Windkraftanlagen, es liegen aber bereits Genehmigungen vor, für die aber noch ein Klageverfahren läuft.

Vor Beginn der öffentlichen Sitzung des Kreisausschusses für Erneuerbare Energien und Umwelt, die am Mittwoch um 15 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Brünnighausen beginnt, haben Bürger im Rahmen der Einwohnerfragestunde die Möglichkeit, sich zu Wort zu melden.



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