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Wahlkampf-Auftakt der Christdemokraten Hameln-Pyrmonts in Lauenstein

Ziel ist eine neue CDU-Mehrheit

LAUENSTEIN. In der gut gefüllten Mehrzweckhalle Lauenstein hatten sich politische CDU-Prominenz aus Bundes- und Landtag sowie Europaparlament mit der Parteibasis versammelt, um sich 37 Tage vor der Wahl am 11. September mit Unterstützung schmissiger Klänge des Bläsercorps Hemmendorf auf den Wahlkampf einzustimmen.

veröffentlicht am 06.08.2016 um 13:23 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:15 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite

Das gemeinsame Absingen des Niedersachsenliedes zu Beginn der Wahlkampferöffnung des CDU-Kreisverbandes Hameln-Pyrmont absolvierte die Ex-Grüne Ursula Wehrmann zwar noch nicht ganz so textsicher; die Seitenhiebe vom Kreisverbandsvorsitzenden Michael Vietz und Kreistagsfraktionsvorsitzenden Hans-Ulrich Siegmund auf Rot-Grün quittierte die Neu-Christdemokratin dann aber schon mit einem Lächeln.

Bereits bei der Begrüßung schwor Michael Vietz die Parteifreunde auf das Ziel ein, das Hameln-Pyrmonts Christdemokraten beim Schließen der Wahllokale in genau 888 Stunden erreicht haben wollen: Als „Volkspartei der Mitte“ stärkste politische Kraft sein im Landkreis und seinen Kommunen. Vietz: „Glauben wir an uns, kämpfen wir zusammen.“

Das Wahlprogramm, mit dem die CDU hierzulande in den kommenden Tagen um Stimmen werben will, trug Kreistagsfraktionsvorsitzender Siegmund unter immer wieder aufbrausendem Zwischenapplaus vor. Heftige Hiebe gab es gleich zu Beginn seiner Rede für Landrat Tjark Bartels: Selbstherrlich stelle er immer wieder die Politik vor vollendete Tatsachen, die er erst im Nachhinein zur Abstimmung der derzeitige rot-grüne Mehrheit überlasse. Mit der CDU sei das künftig nicht mehr zu machen, kündigte Siegmund unter Beifall an.

Gescheitert seien Landrat und Kreistagsmehrheit mit ihrer ideologischen Schulpolitik, so Siegmund weiter: Mit der IGS habe man sich nicht durchsetzen können. Die CDU werde sich künftig für die Wahrung des freien Elternwillens in Schulfragen und den Erhalt der Schulträgerschaften einsetzen.

Und auch die derzeitigen Veränderungen im ÖPNV und die von Rot-Grün geforderten Tarif-Neuerungen ging Siegmund ein. Er wiederholte: Ja zur notwendigen ÖPNV-Fusion, Nein aber zum rot-grünen Wahlgeschenk eilig durchgepeitschter Billigtarife, die den Landkreis „in ein finanzielles Fiasko führen würden“. Denn solide Finanzen ohne zusätzliche Belastung der Städte und Gemeinden und letztlich der Steuerzahler müssten Basis aller politischen Ziele sein.

Das Hauptreferat hielt dann der heimische CDU-Europaabgeordnete Burkhard Balz: „Die Kommunen sind die Keimzellen Europas.“



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