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Das Prinzip des Kumulierens und Panaschierens sowie die Direktwahl

Wie gewählt und gezählt wird

veröffentlicht am 10.09.2016 um 09:00 Uhr

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Für die Wahl der Vertretungen im Kreistag und den Räten der Städte und Gemeinde gilt ein Dreistimmenwahlrecht mit der Möglichkeit des Kumulierens und des Panaschierens. Wählerinnen und Wähler können, anders als bei Bundestags- und Landtagswahlen, auf jedem Stimmzettel drei Kreuze machen. Sie können alle drei Stimmen einem Wahlvorschlag in seiner Gesamtheit (Gesamtliste) oder einer einzigen Bewerberin beziehungsweise einem einzigen Bewerber auf einem Wahlvorschlag geben (Kumulieren). Die Stimmen können aber auch auf mehrere Gesamtlisten oder mehrere Bewerberinnen und Bewerber desselben Wahlvorschlages oder verschiedener Wahlvorschläge verteilt werden (Panaschieren).

Das Wahlsystem setzt voraus, dass alle Bewerberinnen und Bewerber auf dem Stimmzettel aufgeführt sind. Weil eine einzige Kandidatenliste für das gesamte Wahlgebiet eine zu große Zahl von Bewerberinnen und Bewerbern umfassen würde, erfolgt eine Aufteilung des Wahlgebietes in annähernd gleich große Wahlbereiche mit jeweils unterschiedlichen Kandidatenlisten.

Für die Wählerinnen und Wähler in der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle heißt es außerdem, den neuen Bürgermeister beziehungsweise die neue Bürgermeisterin zu wählen. Drei Kandidaten stehen hier zur Wahl. Ein Kreuzchen wird gemacht. Hier gilt schlicht und ergreifend der Grundsatz der Mehrheitswahl. Wer die meisten Stimmen erhält, wird neuer Bürgermeister.

Tatsächlich gibt es immer wieder – bei jeder Wahl – auch ungültige Stimmzettel. Um dies zu verhindern, gilt: Der Wählerwille muss eindeutig sein! Das ist er, wenn maximal drei Kreuzchen auf den Wahlzetteln für Kreistag, Rat und Ortsrat sowie nur einer für die Direktwahl zum Landrat oder Bürgermeister gemacht werden. Zusätzliche Hinweise auf dem Wahlzettel wie „Die sind sowieso alle nicht zu gebrauchen“ oder „Sind doch alles prima Politiker“ machen die Stimmabgabe ungültig. Ungültig wird der Stimmzettel auch dann, wenn der Wähler seinen Namen darauf schreibt. Anders verhält es sich mit dem Kreuzchen an sich: Verwendet der Wähler zur Stimmabgabe keine Kreuzchen, sondern Häkchen oder Punkte, so gilt die Wahl, sofern der Wählerwille weiterhin erkennbar ist.



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