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Für Salzhemmendorfs Zukunft hat die BWG eigene Lösungsvorstellungen im Gepäck

Von B 1-Umgehung bis Fusion

SALZHEMMENDORF. Mit vier Kandidaten tritt die Bürger- und Wählergemeinschaft Salzhemmendorf – kurz BWG – sowohl für die Wahl in den Gemeinderat als auch den Salzhemmendorfer Ortsrat an. Mit dabei sind Udo Stenger, der seit 2001 in Gemeinde- und Ortsrat sitzt, sein Ortsratskollege Heinz Löning, Kerstin Löning und Silke Stenger.

veröffentlicht am 24.08.2016 um 15:07 Uhr
aktualisiert am 24.08.2016 um 16:16 Uhr

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Autor:

Maike Lina Schaper

Für BWG-Chef Udo Stenger ist die kleine Wählergemeinschaft „die einzige Opposition im Gemeinderat, die vorausdenkt und die unsinnigen kommunalen Entscheidungen von SPD, Grünen, CDU und FWS (Freie Wählergemeinschaft Salzhemmendorf) anprangert“.

In ihren Kernforderungen will die BWG, dass es innerhalb der nächsten fünf Jahre keine Steuererhöhungen in der Gemeinde geben soll. Die Finanzkraft des Fleckens soll durch einen Zusammenschluss mit der Nachbargemeinde Coppenbrügge nachhaltig sichergestellt werden und es soll ein Immobilienmanagement zur Verminderung des Häuser- und Wohnungsleerstandes geben, inklusive gleichzeitiger Förderung von Zuzügen in den Flecken. Dies könnte wie folgt aussehen: Besitzer von leer stehenden, im Verfall begriffenen Immobilien bringen diese kostenlos ein, die Gemeinde lässt das Haus (je nach Zustand) abreißen, der Erlös aus dem Grundstücksverkauf geht zurück an die bisherigen Eigentümer. Damit würde die Gemeinde zwar Geld in den Abriss investieren, aber dies sei ebenso eine Investition in die Zukunft, sagt Stenger. Man müsse gegenrechnen, was die Gemeinde von zwei Steuerzahlern hat, die mehr im Flecken wohnen. Darüber hinaus fordert die BWG weiterhin die Verkleinerung von Gemeinderat und Ortsräten und den Bau einer B1-Umgehung um Hemmendorf, Oldendorf und Benstorf. Hierfür sollten sich nach Wunsch der Wählergemeinschaft alle politischen Kräfte bündeln und gemeinsam die Verlegung der Bundesstraße forcieren. Damit wäre auch eine bessere Anbindung des Freizeitparks Rastiland verbunden, denn dann könnte eine direkte Zufahrt zum Parkplatz gebaut werden, die aktuell nicht genehmigt würde, hebt Stenger hervor.

Außerdem will die BWG die Einrichtung des Salzhemmendorfer Bürgerbusses unterstützen, sich dafür einsetzen, dass die Mobilfunkversorgung in den Ortsteilen verbessert wird und die Dörfer eine Breitbandverkabelung bekommen.

Die Grundschule in Oldendorf soll in der kommenden Wahlperiode nicht geschlossen werden, hingegen müssten die Platzprobleme in der Grundschule Salzhemmendorf gelöst werden. Hier will die BWG noch Lösungsmöglichkeiten vorschlagen. Besonders wichtig ist es der Bürger- und Wählergemeinschaft, neue, bezahlbare Wohnungen im Zentrum zu schaffen, die sowohl für Jüngere als auch Ältere geeignet sein sollen und Leistungen wie eine Einkaufshilfe, einen Notruf und Barrierefreiheit bieten. Die BWG ist sich dessen bewusst, dass sie in der Gemeinde nicht „geliebt“ wird, trotzdem würden ihre Auffassungen Beachtung finden, heißt es von den Mitgliedern – dies allerdings in noch zu wenigen Punkten.



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