weather-image
22°
Neue Fraktion hat 14 Sitze / Koalitionsgespräche laufen noch

Unabhängiger schließt sich CDU an

veröffentlicht am 30.09.2016 um 15:54 Uhr
aktualisiert am 30.09.2016 um 19:36 Uhr

270_0900_15579_aufsetzer_hameln.jpg

Autor:

Birte Hansen und Frank Neitz

„Wir haben in den vergangenen Tagen und Wochen gute Gespräche geführt und freuen uns, dass sich Herr Voges dazu entschlossen hat, in unserer Fraktion mitzuarbeiten“, erklärte Schimanski in einer Pressemitteilung. Die Fraktion trägt jetzt den Namen CDU/Die Unabhängigen und zählt damit 14 Sitze im Rat – einen mehr als die SPD-Fraktion.

Dass die Unabhängigen für Hameln diesen Schulterschluss vollziehen, erklärt der Vorsitzende des Vereins Die Unabhängigen Hameln-Pyrmont, Hermann Schmidtchen gegenüber der Dewezet damit, dass sie so einen „Beitrag liefern zur stabilen Mehrheitsgruppe“. „Jamaika“ heißt nach Schmidtchens Ausführungen eine Option, also der Zusammenschluss der CDU/Die Unabhängigen (14) mit den Grünen (5) und der FDP (3). Diese Mehrheitsgruppe würde über 22 von 42 Stimmen verfügen. Eine andere wäre das Bündnis von CDU und SPD.

„Mit einem einzelnen Mandat kann man im Rat für den Bürger wenig beschicken“, begründet Voges selbst seinen Schritt. Ihm ginge es jedoch darum, in diesem Sinne „so viel zu erreichen wie möglich“. Dass der Wille der Wähler, die den Unabhängigen am 11. September ihre Stimme gegeben hatten, mit dem Zusammenschluss ignoriert werden könnte, sieht Schmidtchen nicht. Im Gegenteil: „Der Wähler will doch auch stabile Mehrheitsverhältnisse.“ Dass sich die Unabhängigen für die CDU entschieden haben, hat offenbar nicht zuletzt mit Geschwindigkeit zu tun. Von allen Seiten – CDU, SPD, Grüne und FDP – sei man an die Unabhängigen herangetreten, sagt Schmidtchen. Denkbar sei im Ergebnis also auch „die alte Ampel“ gewesen – die Koalition aus SPD/Unabhängigen, Grünen und FDP. Die Unterschiede in den Wahlprogrammen seien doch marginal, begründen Schmidtchen und Voges ihre Offenheit nach allen Seiten. Die Entscheidung fiel, auch „weil die CDU schneller war“, sagt Schmidtchen. Die SPD habe sich nach einem ersten Gespräch nicht wieder gemeldet. Der CDU.-Fraktionsvize Schimanski seinerseits habe in den Gesprächen „recht schnell das Gefühl gehabt, dass es klappen könnte“

Dass Manfred Voges nicht bei der CDU „untergeschlüpft ist“, sondern dass es sich um einen Zusammenschluss handele, darauf legen die Unabhäniggen Wert. „Wir haben unsere eigene Meinung, und die werden wir auch vertreten“, betont der Vorsitzende. Was sich auch im Namen der Fraktion ausdrücke, in dem „Die Unabhängigen“ fester Bestandteil sind.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare