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In Hessisch Oldendorf gibt es mehr Auswahl auf dem Zettel

Sechs Parteien bewerben sich für Sitze im Stadtrat

HESSISCH OLDENDORF. Am 11. September sind 15 000 Hessisch Oldendorfer zur Wahl aufgerufen. Neben dem Stadtrat werden auch die Ortsräte neu gewählt. Diesmal stehen mehr Parteien zur Auswahl. Neben Rot-Schwarz-Grün gehen unter anderem die FDP und die Linke ins Rennen. Die AfD tritt nicht an.

veröffentlicht am 03.08.2016 um 16:52 Uhr
aktualisiert am 04.08.2016 um 13:34 Uhr

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Autor:

Maike Lina Schaper

In diesem Jahr könnte in das aktuelle Rot-Schwarz-Grün des Stadtrates sogar wieder ein wenig mehr Farbe kommen. Nicht nur die FDP möchte mit zwei Kandidatinnen nach zehnjähriger Abwesenheit wieder in den Stadtrat einziehen, auch die Unabhängigen von der christlichen Bürgerliste Hessisch Oldendorf schicken zwei Kandidaten ins Rennen und die Linke ist mit einem Kandidaten vertreten. Das Blau der AfD wird allerdings auch 2016 nicht in den politischen Gremien der Stadt zu finden sein – für sie tritt niemand in Hessisch Oldendorf an.

Die Neuanwärter auf die Ratsplätze haben vor allem eines gemeinsam: Sie sind frische Gesichter für ihre Parteien. Sowohl die Nummer eins auf der FDP-Liste, Gabriele Müller, als auch Dorothee Stenvers auf dem ersten Listenplatz der Unabhängigen sind noch nicht lange Mitglieder in ihren jeweiligen Parteien. Beide möchten aber mit ihrer Kandidatur „etwas bewegen“. Der Schüler Felix Mönkemeyer, der für die Linke antritt, ist mit seinem Geburtsjahr 97 nur einen Jahrgang älter, als der jüngste Kandidat auf dem Wahlzettel: Markus Bode von der SPD. Für sein Alter ist Bode allerdings schon ein recht „alter Hase“ in der Politik. Bereits mit acht Jahren nahm er an der Jugendbürgermeisterwahl teil, 2015 wollte er andere Jugendliche für Politik begeistern, indem er das Projekt „Pimp your Town“ nach Hessisch Oldendorf holte, bei dem die Teilnehmer für drei Tage in die Rolle von Ratsmitgliedern schlüpften und Anträge für Verbesserungen in der Stadt erarbeiteten.

Neben Kandidaten, die sich neu für den Rat bewerben, gibt es aktuelle Mandatsträger, die 2016 nicht wieder antreten werden. Darunter ist auch der Hemeringer und ehemalige Bürgermeister der Stadt, Otto Deppmeyer, der den Rückzug aus der Kommunalpolitik vor allem mit seinem Alter begründet. „Ich werde im nächsten Jahr 70 Jahre alt und mache das jetzt seit 50 Jahren“, sagt Deppmeyer. Er wird weiterhin für die CDU im Landtag sitzen, ob er dort allerdings noch einmal antreten wird, lässt Deppmeyer derzeit offen.

Auch die beiden CDU-Ratsherren Werner Buchmeier und Hans Joachim Grote bewerben sich nicht erneut für den Stadtrat. Buchmeier und Grote konnten 2011 auf der CDU-Liste die meisten Stimmen holen. Buchmeier bekam 793 Stimmen, Grote 753. Für Grote bedeutet die Absage an den Stadtrat allerdings nicht das Ende der Politik – er tritt für den Kreistag an. „Ich sitze seit 30 Jahren im Stadtrat, es wird Zeit für etwas Neues“, sagt Grote. Dass sich viele neue Gesichter und wieder kleinere Parteien für Sitze im Stadtrat bewerben, begrüßt der ausscheidende Ratsherr: „Vielfalt ist nicht schlecht.“ Ebenso wie Buchmeier und Grote wird auch Parteikollegin Gunhild Spies nicht erneut für den Rat antreten. Bei der SPD scheiden Friedrich Meier und Heinz Beißner aus. Beißner bekam 2011 594 Stimmen für den Stadtrat, unter seinen Parteikollegen ist er damit nur geschlagen worden von Klaus Brzesowsky mit 605 Stimmen, dem Fraktionsvorsitzenden Dirk Adomat mit 945 Stimmen und Claus Clavey, der mit 1145 Stimmen, das beste Einzelergebnis aller angetretenen Kommunalpolitiker einfahren konnte.



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