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CDU will erst weitere Standorte und Raumbedarf prüfen lassen

Rathaus-Neubau: Entscheidung fällt wohl erst nach der Wahl

HAMELN. Das war’s dann wohl: In der Rathausfrage wird es vor der Kommunalwahl am 11. September aller Voraussicht nach keine Entwicklung mehr geben. Die CDU-Ratsfraktion sieht sich noch nicht in der Lage, eine Entscheidung bezüglich eines Neubau oder einer Sanierung des alten Gebäudes zu treffen.

veröffentlicht am 22.08.2016 um 18:54 Uhr
aktualisiert am 23.08.2016 um 10:16 Uhr

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Autor:

Andreas TImphaus

„Keiner der bisher benannten Standorte für einen möglichen Neubau des Rathauses ist im Moment für die CDU-Fraktion entscheidungsreif. Aber der bestmögliche Standort ist maßgeblich für oder gegen die Entscheidung über einen Neubau“, heißt es in der Begründung.

„Wir wollen wissen, ob es noch alternative Standorte gibt“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Meyer-Hermann. Er nennt als Beispiel den Parkplatz beim Kreishaus an der Süntelstraße – ein Vorschlag, den der FDP-Fraktionsvorsitzende Hans Wilhelm Güsgen vor einiger Zeit ins Spiel gebracht hatte. Diese Idee werde von der CDU nicht favorisiert, betont Meyer-Hermann. Man wolle aber aufzeigen, dass es noch andere Möglichkeiten gebe.

Bisher wurden als potenzielle Standorte für einen Neubau das Gelände der ehemaligen Linsingen-Kaserne, der Rathausplatz, der Rasen des Bürgergartens sowie ein Areal am 164er Ring in Betracht gezogen. Die CDU fordert die Verwaltung nun auf, weitere mögliche Flächen zu ermitteln.

Raumbedarf soll sich am Prozessgedanken orientieren

Dazu sollen die Vorschläge anhand von Kriterien wie Erreichbarkeit, Zentrumsnähe, Umwelteinflüsse, Bauvorschriften, Arbeitsprozessabläufe und Wirtschaftlichkeit bewertet und anschließend in einem Ranking dargestellt werden. Zudem soll die Verwaltung die Analyse des Raumbedarfs noch einmal überarbeiten und dazu neben dem persönlichen und funktionalen Raumbedarf auch den „optimalen Ablauf der Arbeitsprozesse“ berücksichtigen.

Meyer-Hermann führt aus, was seine Partei darunter versteht: „Bereiche, die viel miteinander zu tun, haben, sollen eng zusammengeführt werden – nach dem Motto: kurze Wege, kurze Kommunikation.“ Die CDU könnte sich vorstellen, dass auch Mitarbeiter unterschiedlicher Abteilungen künftig gemeinsam in einem Büro sitzen. Wichtig sei, dass man sich am Prozessgedanken orientiere, sagt er.

Die Stadt hatte eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung durchführen lassen. Das Ergebnis: Ein Neubau an anderer Stelle wäre die beste Variante, denn eine Sanierung sei mit einem höheren Risiko verbunden. Die SPD hat sich positioniert: Sie plädiert für eine Kernsanierung im Bestand und möchte das leerstehende Hochzeitshaus in die Planungen einbeziehen. Bei Linke, Grüne und FDP war bislang keine Tendenz erkennbar.

Sollte der Rat dem CDU-Antrag folgen, wonach es momentan aussieht, so würde sich die Frage „Neubau oder Sanierung?“ weiter verzögern. Bereits vor drei Monaten wurde das Tempo beim Thema Rathaus gedrosselt. Im Mai entschied der Rat, zunächst im Rahmen mehrerer Tage der offenen Tür die Bürger zu Führungen durch das Rathaus einzuladen und so Transparenz zu schaffen. An den Rundgängen durch das Gebäude Ende Juli nahmen schließlich 110 Hamelner teil.

Auch Meyer-Hermann geht davon aus, dass am Mittwoch in der letzten Sitzung des Stadtrats vor der Wahl keine Entscheidung fällt. Dennoch glaubt er, dass es sie noch in diesem Jahr geben wird. „Das Thema wird im neuen Rat sofort angegangen.“



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