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66 falsche Stimmzettel ausgegeben / Rot-Grün lässt Federn in den Kreistagen

Panne bei Hamelns Stadtratswahl

veröffentlicht am 12.09.2016 um 00:34 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:56 Uhr

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Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Die SPD landete bei der Kreistagswahl in Hameln-Pyrmont mit einem Drittel der Stimmen knapp vor der CDU (31,4 Prozent). Beide Parteien müssen Einbußen von rund 4 Prozentpunkten hinnehmen. Die AfD, die mit wenigen Kandidaten und fast ohne kommunale Themen erstmals angetreten war, holte 10,5 Prozent und damit fünf Kreistagssitze. Die Grünen verloren ein Fünftel ihres Anteils, sie kommen noch auf 11 Prozent. Die FDP verbesserte sich von 3,5 auf 4,9 Prozent. Ob es das politische Klima oder das gute Wetter war: Die Wahlbeteiligung erhöhte sich gegenüber 2011 von 51 auf 54,2 Prozent.

Herbe Verluste müssen die Sozialdemokraten und die Grünen im Landkreis Holzminden verkraften: Sie standen dort nach vorläufigen Zahlen bei Redaktionsschluss bei 34,6 und 8,6 Prozent – ein Minus um 7,1 und 3,1 Punkte. Die CDU verharrt bei 30 Prozent. Die FDP verbesserte sich nach diesen Werten um mehr als 4 Punkte auf 11,3 Prozent. Die AfD holt in Holzminden „nur“ 7,7 Prozent, das entspricht drei Sitzen.

Aufregung bei der Stadtratswahl in Hameln: Im Wahlbereich 3 waren am Vormittag 66 Stimmzettel des Wahlbereiches 5 ausgegeben worden. Bei der Auszählung wurden die Voten auf den falschen Zetteln in Absprache mit der Wahlleitung den jeweiligen Parteilisten zugeordnet; auch eine Stimme für die AfD, die ein Wähler handschriftlich hinzugefügt hatte, wurde berücksichtigt. Mitte der Woche wird der Gemeindewahlausschuss entscheiden, ob dieses Vorgehen ausreicht oder die Wahl in dem Bezirk wiederholt werden muss. Laut Wahlleiter Dieter Schur ist unklar, wie es zu der Panne gekommen ist.

Wahl zum Kreistag 2016 - Vorläufiges Gesamtergebnis
  • Vorläufiges Gesamtergebnis der Wahl zum Kreistag. Grafik: jöh
Stadtratswahl Hameln - Vorläufiges Gesamtergebnis
  • Vorläufiges Gesamtergebnis für den Hamelner Stadtrat. Grafik: jöh

In Hameln landet die CDU mit hauchdünnem Vorsprung vor der SPD. Die beiden großen Parteien kamen bei leichten Verlusten auf 31,6 und 31,1 Prozent. Gebeutelt sind die Grünen, deren Fraktion kurz vor der Wahl auseinandergebrochen war: Ihr Stimmenanteil schnurrte von 16,5 auf 11,7 Prozent zusammen. Auch in Hameln überraschten die Liberalen mit nun 7,5 nach zuvor 3,9 Prozent. Das ist mehr die AfD dort erreichte (5,5 Prozent). Die Linken verdoppelten ihren Wert auf 5,3 Prozent.

In Bad Pyrmont bleibt die CDU mit 34,8 Prozent zwar größte Fraktion, sie muss aber 4 ihrer bisher 15 Sitze abgeben. Nutznießer sind „Wir für Pyrmont“ (16,2 Prozent) und die AfD (8,9).

In Hessisch Oldendorf bleibt die SPD mit 45,1 Prozent stärkste Kraft. Die „Alternative für Deutschland“ war dort nicht angetreten.

Die SPD verliert ihre absolute Mehrheit in Bodenwerder und liegt nun mit der CDU fast gleichauf. Wer Samtgemeindebürgermeisterin in Bodenwerder-Polle wird, entscheidet sich in zwei Wochen per Stichwahl. Tanya Warnecke (CDU) erreichte am Sonntag 41,9 Prozent der Stimmen, Marie-Luise Niegel (SPD) 38,4 Prozent.



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