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Fünf andere Kandidaten der Piraten hatten eigentlich doch keine Zeit für die Politik

Nun zieht Schumann in den Rat ein

veröffentlicht am 19.09.2016 um 20:53 Uhr

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Autor:

Frank Henke und Andreas Timphaus

„Ein ehrenamtliches Mandat erfordert viel Einsatz in der Freizeit, was sich aufgrund von Auswärtstätigkeit, langen Arbeits- und Fahrzeiten oder familiären Verpflichtungen leider nicht immer miteinander vereinbaren lässt“, wird Wellhausen zitiert. Auch den nach ihrer Stimmenzahl nachfolgenden vier Kandidaten sei es aus beruflichen oder persönlichen Gründen nicht möglich, die Nachfolge anzutreten.

Also wird nun Claudia Schumann, die auch Vorsitzende des Kreisverbands der Piraten ist, als Nachrückerin in den Stadtrat einziehen. Sie selbst bezeichnet den Mandatstausch als legitimen Vorgang. „Wenn jemand frühzeitig sagt, er könne die Aufgabe aus beruflichen oder privaten Gründen nicht schaffen, ist es doch besser, als wenn er sein Amt nicht entsprechend ausfüllen kann oder nach wenigen Wochen aufgibt“, meint sie. Sie könne durchaus nachvollziehen, wenn jetzt Kritik aufkäme. „Deshalb sind wir offensiv mit dem Thema umgegangen“, sagt Schumann.

Die Piraten schickten einen Kandidaten pro Wahlbereich ins Rennen. Wellhausen verzeichnete im Wahlbereich 1 insgesamt 52 Kandidaten- und 262 Listenstimmen. Im Bereich 4, in dem Schumann antrat, entfielen auf die Piraten 51 Kandidaten- und 143 Listenstimmen – dies war das schlechteste Ergebnis für die Partei.



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