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„Parteien-Speed-Dating“ zur Kommunalwahl

Neun Kandidaten taten sich nicht weh

veröffentlicht am 08.09.2016 um 17:20 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:56 Uhr

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Thomas Thimm

Autor

Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Unter den rund 150 Zuhörern befanden sich nach Beobachtung eines FDP-Politikers „fast ausschließlich Parteimitglieder, Kandidaten und Sympathisanten, aber kaum ‚normale Wähler’ von der Straße“ – von den Max Mustermanns wurden „vielleicht gerade mal zehn“ ausgemacht. Und was haben diejenigen verpasst, die den „Sumpf“ am Mittwochabend nicht im Kalender hatten? Nun, es war ein interessantes Format, das sich BUND, Sumpfblume, DGB, evangelische Jugend, ADFC und der Verein Regionale Kultur und Zeitgeschichte ausgedacht hatten: Frage, Antwort, Frage, Antwort, das Ganze kurz, knapp, knackig – ein „Speed-Dating“ eben. Man hörte ein breit gefächertes Fragespektrum vom Geschichtsunterricht an Hamelns Schulen bis zur Hochzeitshaus-Nachnutzung. Und man hörte politische Aussagen – die allerdings jeweils nicht zum ersten Mal. Altbekannte Positionen wechselten mit Allgemeinplätzen, die dann aber auch alle Parteien unterschreiben würden („Mehr Radwege“, „Altstadt beleben“, „mehr Kitaplätze“, „Wirtschaft fördern“, „Arbeitsplätze schaffen“, „Hamelns Luft verbessern“, „Migranten integrieren“). Und Koalitionsaussagen? Fehlanzeige! Eine neue klare Kante zeigte niemand, eine echte Neuigkeit, eine revolutionäre Wahlaussage war bei den neun Kandidaten von SPD, CDU, Grünen, FDP, Linken, Unabhängigen, Piraten, UFB und Frischem Wind nicht dabei. Alle Schuster blieben bei ihren bekannten Leisten.

Noch etwas? Ach ja, Moderator Ralf Hermes schmähte die Dewezet, weil die es angeblich nicht für nötig gehalten habe, anwesend zu sein. Dieses Bashing ist nicht totzukriegen. Okay, im „Sumpf“ war es schummrig. Aber im Licht sollten ja auch jene auf der Bühne stehen …



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