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30 Prozent Plus bei Kandidaten zur Kommunalwahl / Gemeinderat wird kleiner

Mehr Bewerber, weniger Mandate in Emmerthal

EMMERTHAL. Auch in Emmerthal bereiten sich die Kommunalpolitiker auf die Wahl am 11. September vor. Die Tagung des Wahlausschusses in der Gemeinde hat bereits stattgefunden und die Wahllisten sind erstellt. Dabei zeigt sich, dass die Anzahl der sich zur Wahl stellenden Bürger um etwa 30 Prozent gestiegen ist.

veröffentlicht am 02.08.2016 um 15:07 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:56 Uhr

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Johanna Lindermann

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Johanna LindermannDWZ Volontärin

Ließen sich bei der vergangenen Wahl im Jahr 2011 noch 56 Personen aufstellen, so sind es 2016 72 Bürger – und das, obwohl sich die Anzahl der Plätze im Gemeinderat um zwei verringert hat. Geschuldet ist Letzteres dem Mikrozensus, einer statistischen Erhebung, bei der – im Gegensatz zu einer Volkszählung – jedoch nur bestimmte Haushalte untersucht werden. Dadurch ergibt sich eine abweichende Einwohnerzahl, sodass die Sitze im Rat angepasst werden mussten. Auch die Zahl der wahlberechtigten Emmerthaler ist leicht gesunken. Waren 2011 etwa 8620 Bürger wahlberechtigt, sind es in diesem Jahr rund 8530 Bürger.

Der überwiegende Teil der Mitglieder des bestehenden Gemeinderates stellt sich in diesem Jahr erneut zur Wahl. Neun der insgesamt zehn aktuellen SPD-Ratsmitglieder sind wieder auf den Wahlzetteln zu finden, bei der CDU sind es sieben von zehn. Für die Grünen und die Freie Wählergemeinschaft Emmerthal (FWE) treten jeweils alle amtierenden Mitglieder abermals zur Wahl an. Uwe Klüter, der bisher für die CDU im Gemeinderat saß, ließ sich in diesem Jahr für die FWE aufstellen. Nur drei Politiker – Claudia Aldag (CDU), Eberhard von Korff (CDU) und Hans-Heinrich Kietzke (SPD) – stellen sich nicht erneut zur Wahl.

Karl-Wilhelm Steinmann von der CDU, der 2011 in den Gemeinderat gewählt wurde, legte bereits kurz nach der letzten Wahl sein Mandat nieder. Für ihn rückte Ende 2011 Roderich Wesemann in den Gemeinderat nach, der sich in diesem Jahr erneut zur Wahl stellt. Ende letzten Jahres gab auch Sozialdemokrat Klaus Hinke sein Mandat ab. Er nannte „persönliche Gründe“ als Ursache, stellte jedoch klar, dass sein Rückzug aus der Ratsarbeit weder mit der damaligen politischen Entwicklung noch mit seiner Fraktion zusammenhänge. Für ihn rückte im Dezember 2015 Hans-Günter Heitmüller in den Gemeinderat nach. Ebenso schied im Oktober 2012 Ratsfrau Gudrun Köller (SPD) auf eigenen Wunsch aus dem Gemeinderat aus. Für den Ortsrat Emmerthal kandidiert sie allerdings weiterhin. Im Gemeinderat wird sie seit 2012 durch Dominik Petters ersetzt. Der 26-Jährige ist das jüngste Ratsmitglied und hat sich, genau wie Heitmüller, ebenfalls auch in diesem Jahr erneut zur Wahl aufstellen lassen. Neben SPD, CDU, FWE und den Grünen findet sich auch die FDP mit einem Kandidaten auf dem Wahlzettel. Außerdem stehen in diesem Jahr die Alternative für Deutschland (AfD) mit zwei Kandiaten sowie die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative mit einer Kandidatin zur Wahl.



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