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„WIR“-Initiator Lars Dietrichs kritisiert seine frühere Fraktion

Klare Kante gegen die CDU

veröffentlicht am 04.09.2016 um 20:20 Uhr
aktualisiert am 05.09.2016 um 14:39 Uhr

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Autor:

Klaus Titze

Die Gruppe „Wir für Pyrmont“ hat sich vorgenommen, ein anderes politisches Miteinander im künftigen Bad Pyrmonter Rat anzustreben. „Mit ‚WIR‘ meinen wir nicht nur die abgebildeten Kandidaten. Wir wünschen uns auch weiterhin, dass damit alle Pyrmonter gemeint sind. Ihre aktive Beteiligung und das Einbringen von Ideen sind von uns gern gesehen“, spricht Gründungsvater Lars Diedrichs in die Runde seiner interessierten Zuhörer beim Informations- und Gesprächsabend der „WIR“.

Im weiteren Verlauf von Dietrichs Rede wird schnell deutlich – hier spricht ein Manager. Ob es die Zukunftsvision einer zu erstellenden „Agenda Bad Pyrmont 2030“ ist, auf der Veränderungen für den Kur- und Tourismusstandort sowie die Wohnqualität stehen oder Vorschläge, wie das Potenzial der Stadt besser herausgestellt werden könnte. Auch bei dem Stichwort Verwaltung geht es Dietrichs darum, dass sich die Stadt hin zu einem modernen Dienstleister entwickele. „Andere Kommunen machen es doch vor!“, so Dietrichs und weiter: Moderne Mitarbeiterführung, Zielvereinbarungen und Boni, strategische Ziele und daraus abgeleitete taktische Jahresziele dürften auch im Bad Pyrmonter Rathaus keine Fremdworte sein.

Kritisch formuliert der frühere CDU-Fraktionsvorsitzende Dietrichs den Wunsch an Bürgermeister Klaus Blome, mehr Durchsetzungskraft und klare Kante zu zeigen um Entscheidungen der Verwaltung auch gegen den Willen der CDU durchzusetzen. „Hier habe ich eigentlich mehr erwartet als bisher gesehen“, so Dietrichs Kommentar.

Und natürlich spart der „WIR“-Initiator eine Entgegnung an die CDU-Spitzenkandidatin Ursula Körtner nicht aus. „Wer will denn den Ausverkauf der Stadt, wie es auf den Wahlplakaten zu lesen ist“, fragt er und wertet diese Aussagen als „Politik des Angstschürens und der starren Denkweise“.

WIR wolle hingegen ein aktives Management des Portfolios, sagt Dietrichs mit Verweis auf die aktuelle Entscheidung, den öffentlichen Personennahverkehr in Kreishand zu geben. Hier wäre es besser gewesen, sich vorher schon mit einer derartigen Veränderung auseinanderzusetzen und nicht erst, wenn man von einer Entscheidung anderer Kommunen getrieben werde. „Doch zuvor wurden solche Gedanken verteufelt“, spielt Dietrichs auf seine eigene Erfahrung an, die zum Rauswurf aus der CDU-Fraktion führte.



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