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Pyrmonter SPD attackiert CDU und Bürgermeister nach Mehrheitsentscheidung

Ist Bad Pyrmonts Busverkehr in Gefahr?

veröffentlicht am 02.09.2016 um 07:59 Uhr

Die Unterzeichner Ulrich Watermann und Heike Beckord betrachten die mehrheitliche Entscheidung des Pyrmonter Stadtrates, den Kreistag zu einer Ablehnung der neuen Tarifstruktur aufzufordern und die Landesnahverkehrsgesellschaft damit zu befassen, als einen „Schlag ins Gesicht der Verhandlungspartner, der Stadtwerke und der Bürgerinnen und Bürger in Bad Pyrmont“. Die Stadtwerke und somit auch die Stadt würden durch den Zusammenschluß der Verkehrsbetriebe um jährlich etwa 400 000 Euro entlastet werden, rechnen die SPD-Politiker vor. Jahrelange Verhandlungen, die nun letztlich zu einem „sehr guten Ergebnis“ für die Stadt und auch für die Busfahrer geführt hätten, würden nun massiv gefährdet.

Bad Pyrmonts CDU habe mit ihrem Antrag das getan, was sie seit Jahren in Bad Pyrmont betreibe: „blockiert und gebremst“. „Der Stadt großen finanziellen Schaden zuzufügen ist wohl das Ziel“, mutmaßt Watermann als Sprecher der rot-grünen Mehrheitsgruppe im Kreistag.

Die jährliche Entlastung von 400 000 Euro haben wollen, den ÖPNV abgeben, der immer einen Zuschussbedarf habe, aber dann einen Kreistagsbeschluss unterlaufen wollen, das sei wie „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“, sekundiert Heike Beckord als Vorsitzende der Pyrmonter SPD-Ratsfraktion.

Entsetzt zeigen sich die Sozialdemokraten von der Reaktion des Bürgermeisters auf den Ratsbeschluss. Der Landesnahverkehrsgesellschaft zu schreiben, sie möge der Tarifstruktur nicht zustimmen, mit der Begründung es könnte vielleicht die Kreisumlage erhöht werden, sei ein „Schlag in das Gesicht der Verhandlungspartner der neuen Verkehrsgesellschaft“. Klaus Blomes Votum nehmen sie zum Anlass für scharfe Kritik: „Hier regiert nicht die Vernunft zum Wohle der Stadt, sondern der parteilose Bürgermeister stimmt, wie immer, blind den Anträgen der CDU zu“, heißt es in ihrer Erklärung. Der Bürgermeister und die CDU riskierten damit die Einführung eines flexiblen und günstigen Öffentlichen Personennahverkehrs im gesamten Landkreis Hameln-Pyrmont.



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