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Hohe Wahlbeteiligung bei den Gemeinderatswahlen

In Polle lassen SPD und Grüne kräftig Federn

BODENWERDER-POLLE. Die Wahlbeteiligung: vorbildlich – und das, obwohl nur eine einzige Partei auf dem Wahlzettel stand. In Heinsen, Heyen, Pegestorf und Vahlbruch stellten sich am Sonntag ausschließlich Wählergemeinschaften zur Wahl, die folgerichtig 100 Prozent der Stimmen und alle Sitze einheimsten.

veröffentlicht am 12.09.2016 um 19:16 Uhr
aktualisiert am 21.06.2017 um 10:18 Uhr

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Matthias Aschmann

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Matthias Aschmann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Die vier Gemeinden gehen ganz bewusst diesen Weg, um zum einen unabhängig von Parteipolitik sachorientiert für ihre Dörfer zu entscheiden, zum anderen, um für die Gemeinderäte genügend Kandidaten zu finden, falls die Parteien Mühe haben, ihre Listen zu füllen. Die Wahlbeteiligung kann sich mehr als sehen lassen: Heinsen 62,70 Prozent, Heyen 69,15 Prozent, Pegestorf 68,04 Prozent und Vahlbruch 61,63 Prozent.

Eine Überraschung ist dagegen das Ergebnis der Poller Gemeindewahl. Dort hatten die Grünen vor fünf Jahren satte 40,67 Prozent geholt, rutschten jetzt auf 35,46 Prozent ab. Noch ärger erwischte es die SPD, die von 37,89 Prozent dramatisch auf 24,77 Prozent stürzte. Die Poller Wählergemeinschaft (PWG) legte dagegen deutlich von 21,4 auf 39,78 Prozent zu, verdrängte damit die Grünen als stärkste Kraft. Im Gemeinderat haben PWG und Grüne jeweils vier Sitze, die SPD drei.

In den anderen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde bestätigten die Bürger die bestehenden Mehrheitsverhältnisse. Ottenstein, traditionell schwarz, bleibt schwarz: Die CDU zementierte bei einer Wahlbeteiligung von 71,96 Prozent mit 61,77 Prozent ihre Vormachtstellung, während SPD (26,68 Prozent) und Grüne (11,54 Prozent) abgeschlagen dahinter liegen. Die CDU verfügt über sieben Mandate, die SPD hat drei, die Grünen haben einen Sitz. Kirchbrak, traditionell rot, bleibt rot. Die SPD setzte sich bei einer Wahlbeteiligung von 68,90 Prozent mit 65,23 Prozent durch. Die UWG holte 31,26 Prozent, die FDP verpasste mit 3,51 Prozent den Einzug in den Gemeinderat. Mit sechs Mandatsträgern ist die SPD-Fraktion doppelt so groß wie die der UWG.

In Halle dominiert wie bisher die WG mit 63,31 Prozent vor der SPD (39,69 Prozent). Die WG hat sieben Sitze, die SPD vier. Wahlbeteiligung: 66,77 Prozent. In Hehlen bleibt die SPD mit 55,35 Prozent stärkste Kraft vor der WG (39,87 Prozent) und der FDP (4,78 Prozent). Die SPD stellt sechs Ratsmitglieder, die WG hat vier Sitze, die FDP einen. Mit 76,02 Prozent hat Brevörde die höchste Wahlbeteiligung. Stärkste Partei bleibt die SPD (62,09 Prozent/6 Sitze) vor der CDU (37,91 Prozent/3 Sitze).



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