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CDU will für das Einkaufen vor Ort sensibilisieren

Heimischen Handel stärken

veröffentlicht am 07.09.2016 um 16:59 Uhr
aktualisiert am 07.09.2016 um 18:51 Uhr

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Autor:

Maike Lina Schaper

„Wenn wir alle an dieser Aktion teilnehmen, ist das die beste Wirtschaftsförderung, die wir uns für Hessisch Oldendorf vorstellen können“, sagt der Fraktionsvorsitzende Karlheinz Gottschalk. Das Plakat hängte der Werbering bereits zu Ostern 2015 auf. Es soll darauf hinweisen, nicht für jeden Einkauf nach Hameln oder Rinteln zu fahren, sondern zu überlegen, ob sich die gewünschten Artikel nicht auch vor Ort in Hessisch Oldendorf kaufen lassen, sagte damals Werberingmitglied Jochen Huch gegenüber unserer Zeitung. Seine Hoffnung: So blieben vielleicht einige Euro mehr bei heimischen Geschäften.

Das Thema Wirtschaftsförderung habe sich die CDU als Punkt eins der Gründe für den Wechsel in eine bessere Zukunft in das Wahlprogramm geschrieben, sagt Gottschalk und kritisiert die politischen Gegner: Die Mehrheitsgruppe im Stadtrat aus SPD und Grünen habe es sich in der Vergangenheit in Sachen Wirtschaftsförderung leicht gemacht und darauf gewartet, dass der Stadtmarketingmanager seinerzeit Ergebnisse lieferte, die niemals gekommen seien. Die CDU hingegen habe sich im vergangenen Jahr dafür stark gemacht, dass die Wirtschaftsförderung von der Verwaltung entkoppelt werde. Als Kompromiss mit der rot-grünen Ratsmehrheit sei allerdings nur eine halbe Stelle für einen Wirtschaftsförderer in der Verwaltung herausgekommen. „Aber immer noch besser als gar nichts“, resümiert Gottschalk.

Der Fraktionsvorsitzende lobt als Standortvorteil unter anderem, dass die Stadt die geringsten Gewerbesteuersätze im Landkreis habe. Denn „es muss sich für die heimischen Unternehmen lohnen, Gewinne zum Expandieren zu erwirtschaften, und nicht als Melkkuh im Verteilungskampf ausgenommen zu werden.“

Bereits am Freitag hat der CDU-Europaabgeordnete Burkhard Balz die Stadt als prominente Unterstützung im Wahlkampf besucht. Mit Blick auf diesen Besuch findet der Stadtverbandsvorsitzende Thomas Figge auch kritische Worte über seine eigene Stadt, denn er hätte Balz „gerne eine Perle des Weserberglandes gezeigt, das konnte ich aber nicht.“ Den Grund dafür identifiziert auch Figge bei den politischen Gegnern: „Seit zehn Jahren versucht die SPD, mit verschiedenen Konzepten die Innenstadt zu beleben – ohne wirklichen Erfolg.“ Dass die Sozialdemokraten direkt vor der Wahl die Wirtschaftsförderung neu aufstellen wollen, mutet Figge komisch an – „War da nicht genug Zeit vorher gewesen?“

Aus Sicht der hiesigen Unternehmer spricht Fredy Kaiser, der in diesem Jahr auch auf der Wahlliste der CDU für Stadt- und Ortsrat steht. Der Inhaber des Geschäfts „Fisch Kaiser“ an der Langen Straße möchte, dass es in Zukunft denen, die dort ein Geschäft eröffnen wollen, besser ergeht, als ihm seinerzeit. Vor fünfeinhalb Jahren habe er sein Geschäft eröffnet, aber „am 20. Januar 2011 ist nicht ein Verantwortlicher gekommen, der zur Eröffnung gratuliert hat“, erinnert sich Kaiser. Auch habe er Probleme gehabt, für sein Geschäft in Hessisch Oldendorf Unterstützung von Banken – sogar hiesigen – zu bekommen.



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