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Einzelkämpfer – aber kein Außenseiter

Frank Pook tritt erneut für „Die Linke“ an

AERZEN. Ein wenig habe er mit der Entscheidung gerungen, doch nun will Frank Pook von der Partei „Die Linke“ doch noch einmal in den Wahlkampf ziehen. Als einziger Kandidat bewirbt sich der 53-Jährige um einen Sitz im Aerzener Gemeinderat, dem er bereits angehört – als Einzelkämpfer.

veröffentlicht am 18.08.2016 um 16:56 Uhr

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„Nicht einfach“, sagt Pook über seine bisherige Rolle in der Kommunalpolitik, die ihm kaum eine aussichtsreiche Position lasse. „Aber jeder findet seinen Platz.“

Einst seien es mal zehn Mitstreiter gewesen, die 2006 die Vorgängerpartei „Linke Alternative“ in Aerzen gebildet hätten. „Ich bin allein übrig geblieben“, sagt Pook, der einst für die Sozialdemokraten im Rat saß und aus Protest gegen die Agenda 2010 unter dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder aus der Partei ausgetreten war. Zehn Jahre Einzelkämpfer – das bedeutet wenig Mitsprache auf kommunaler Ebene. Gerade einmal einem Fachausschuss des Rates kann Pook, gleichzeitig Kreistagsabgeordneter, deshalb nur angehören. Und das nur als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht.

Im Ausschuss für Jugend und Sport, Senioren, Soziales und Kindergärten versucht der Betriebsratsvorsitzende der Aerzener Maschinenfabrik zumindest ein wenig, die Politik vor Ort mitzugestalten. Nicht einfach, weil „in Aerzen zu wenig diskutiert wird“. So versuche er es halt über persönliche Gespräche vor allem mit Ratskollegen, um ein wenig die politische Stimmung zu beeinflussen. Und zwar ohne Scheuklappen. Völlig überraschend beispielsweise war es, als er vor einem Jahr für den vakant gewordenen Posten des stellvertretenden Bürgermeisters den CDU-Politiker Friedel-Curt Redeker vorschlug.

Zuletzt hatte sich Pook dafür stark gemacht, dass die Stelle der didaktischen Leitung an der Schule im Hummetal erhalten bleibt – mit Erfolg. Die Situation der Oberschule bleibe angesichts der Schülerzahlen aber schwierig, auch wenn sie gute Arbeit leiste und ein zukunftsfähiges Konzept vorgelegt habe. „Aber die Entscheidung liegt auch bei den Eltern“, sagt Pook, der dem Schulvorstand angehört. Weiteres wichtiges Thema sei für ihn der Kindergartenbereich. Es müssten genügend Plätze vorhanden sein, die auch bezahlbar bleiben müssten, sagt Pook. cb



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