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Ute Fehn tritt wieder an / Auch die AfD steht auf dem Wahlzettel

Es gibt auch Überraschungskandidaten

COPPENBRÜGGE. Die Wahllisten in der Gemeinde Coppenbrügge wirken auf den ersten Blick konstant. Der überwiegende Teil der Ratsmitglieder tritt erneut an. Nur die vier Ratsherren Hartmut Greve (SPD), Friedel Paulmann (FDP) sowie Achim Küllig und Michael Krüger (beide CDU) haben sich nicht erneut aufstellen lassen.

veröffentlicht am 01.08.2016 um 18:30 Uhr
aktualisiert am 02.08.2016 um 11:37 Uhr

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Autor:

Maike Lina Schaper

Eigentlich hat der Gemeinderat 20 Mitglieder, doch 2014 ist der Pirat Torben Friedrich ohne Ersatz ausgeschieden. Am 11. September wählen 6000 wahlberechtigte Coppenbrügger wieder 20 Ratsmitglieder.

Für Greve, Paulmann und Küllig ist das Alter der Hauptgrund für ihre Absage bei der Kandidatur. „Ich möchte einfach kein Polit-Opa sein“, sagt der 67-jährige Paulmann, der in dieser Wahlperiode das einzige Ratsmandat für die FDP innehat. Ortsverbandsvorsitzender Michael Huisgen macht dafür vor allem die Schwäche der FDP im Bund verantwortlich, die auf die lokale Ebene abgefärbt habe. Für die anstehende Wahl ist Huisgen – der selbst auch wieder antreten wird und 2011 nur knapp gegen Paulmann verloren hatte – aber optimistisch. „Ich denke, dass die Wähler gemerkt haben, dass doch etwas gefehlt hat“, sagt Huisgen.

Für CDU-Ratsherr Küllig schwingt in dem Abschied auch ein wenig Frust mit. „Ich habe als Ratsherr keine Lust, einem Haushalt zuzustimmen, der Minus macht, obwohl das nicht so sein müsste“, sagt Küllig und zielt dabei auch auf die Finanzlage aller Kommunen im Landkreis ab, die jedes Jahr ein großes Minus in ihren Haushalten verbuchen müssen, weil sie die Ausgaben für die Kinderbetreuung nicht in voller Höhe von Bund und Land ersetzt bekommen. Das ärgert viele Politiker im Kreis. In einer gemeinsamen Resolution an den Landtag wollen sie auf die Situation aufmerksam machen. „Seit Jahren bewegen sich die Politiker aller Parteien nicht bei dem Thema. Jetzt sind sie mit der Resolution zumindest ein bisschen aufgewacht, aber die wird im Sande verlaufen, wenn sie dafür nicht ordentlich werben“, mahnt Küllig.

Die AfD tritt in Coppenbrügge an

Michael Krüger, der Jahrgang 61 geboren ist, zieht sich nicht aus Altersgründen zurück, sondern aus beruflichen. Im September tritt Krüger noch für den Ortsrat Bisperode an.

Bei den etablierten Ratsparteien ist die wohl größte Überraschung auf der Rats-Wahlliste der Wiederantritt von Ute Fehn für die SPD. Bei der vergangenen Kommunalwahl 2011 räumte Fehn die meisten Stimmen ab – mit 1127 Stimmen erreichte sie das mit Abstand höchste Ergebnis für den Einzug in den Gemeinderat, aus dem sie Ende 2012 auch schon wieder auszog, weil sie Geschäftsführerin bei Radio Aktiv wurde. Ihre Nachfolge im Gemeinderat trat Jurgis Tolkmitt an, der sich ebenfalls im September erneut zur Wahl stellt. 2011 trat die Kulturmanagerin als SPD-Bürgermeisterkandidatin gegen Hans-Ulrich Peschka (CDU) an und verlor mit 31 zu 64 Prozentpunkten. Die restlichen 5 Prozent der Stimmen gingen an Klaus-Dieter Dohme. Der UWG-Vorsitzende stellt sich im September ebenfalls erneut zur Wahl.

Zu guter Letzt wurde nun amtlich bestätigt, was schon in der Gemeinde gemunkelt wurde: Die AfD tritt in Coppenbrügge an. Holger und Elke Biester stellen sich zur Wahl in den Gemeinderat.



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