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Grüne fokussieren in ihrem Wahlprogramm auf Gemeinwohl, Bürgerbeteiligung und Klimaverträglichkeit

Eine „plastiktütenfreie Stadt“ – und mehr

veröffentlicht am 01.09.2016 um 07:44 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:12 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite

Auf die Lebensqualität am Ort zielen die Wünsche nach „fußläufiger Nahversorgung“ in Bad Pyrmont, Barrierefreiheit, kreativen Lösungen für Leerstände sowie einem Jugendhaus. Ebenfalls befürworten wollen die Grünen einen „bedarfsgerechten“ Ausbau qualitativ hochwertiger Kinderbetreuungsplätze und eine gemeinsame Schulentwicklungsplanung der weiterführenden Schulen im Landkreis.

Zudem haben sich die vier Kandidatinnen und zwei Kandidaten die Unterstützung für sozial-gesellschaftliche Organisationen, Vereine und Initiativen, „die einen wichtigen Beitrag zum nachbarschaftlichen Zusammenhalt leisten“, auf die Fahnen geschrieben. Die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden soll der Stadt nach Auffassung der Grünen trotz Haushaltssicherung Gestaltungsspielräume schaffen.

Privatisierungen von Dienstleistungen der Daseinsvorsorge sind mit den Grünen indes nicht zu machen. „Sie gehören in die öffentliche Hand und sollen dort verbleiben“, heißt es im Programm. Fortgesetzt werden sollen die Kooperationen mit dem Seniorenbeirat, dem Jugendparlament, dem Beirat für Menschen mit Behinderung, dem Integrationsrat und dem Kulturbeirat.

Eine Verbesserung der Mobilität wollen die Grünen durch die Ausdehnung des Halbstunden-Takts der S-Bahn und die landkreisweite Reorganisation des Busverkehrs erreichen. Radfahrer und Fußgänger möchten sie in der Verkehrsplanung vorrangig berücksichtigt wissen.

Grüner werden soll Bad Pyrmont durch eine Baumschutzsatzung, die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude und den Einsatz erneuerbarer Energien darin sowie die verstärkte Zusammenarbeit mit der Klimaschutzagentur Weserbergland, etwa in puncto Energieeffizienz und -einsparung. Beim Ausbau erneuerbarer Energien setzt die Partei auf Bürgerbeteiligung – und zwar auch finanziell, am besten zusammen mit den Stadtwerken.

Zu den klassischen Öko-Themen des rund zwei Dutzend Punkte umfassenden Grünen-Programms zählen überdies die gewünschte Verankerung von Sozial- und Umweltstandards in öffentlichen Vergabeverfahren, der Verzicht auf öffentliche Investitionen in klimaschädliche, unethische Geldanlagen und die Förderung eines sanften Tourismus und einer nachhaltigen Gesundheitswirtschaft.

Auf dem Wunschzettel stehen weiterhin „gute öffentliche Dienstleistungen“, eine „gelebte Willkommenskultur“, Transparenz und Bürgerbeteiligung, am besten via Sitzungs-Livestream aus dem Rathaus. Und auch die Wiedereinsetzung einer hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten und das Ziel einer „plastiktütenfreien Stadt“ finden sich in der Liste.



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