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Die Wahl ist ein Mammutprojekt – und am Ende hat jeder damit zu tun

Ein Zahlenspiel zur Kommunalwahl

veröffentlicht am 09.09.2016 um 19:41 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:56 Uhr

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Thomas Thimm

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Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

123 416 - Wähler dürfen ihre Kreuze machen. Die endgültige Zahl der Wahlberechtigten liegt erst mit Abschluss der Wählerverzeichnisse am Tag vor der Wahl, also am Samstag, vor. Die vorläufige Zahl lag bei 123 416. Wahlberechtigt sind Deutsche oder Staatsangehörige eines anderen EU-Mitgliedstaates, wenn sie am Wahltag 16 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten im Wahlgebiet, in dem sie wählen wollen, ihren Wohnsitz haben. Sie dürfen nicht per Gerichtsentscheid vom Wahlrecht ausgeschlossen sein und müssen im Wählerverzeichnis stehen.

1756 - Kandidaten treten am Sonntag im Kreis Hameln-Pyrmont an. 712 bewerben sich um einen Gemeinderatssitz, 683 wollen in einen Ortsrat gewählt werden, 361 wollen in den Kreistag.

652 - Mandate werden bei den Wahlen neu besetzt. Davon sind die meisten, nämlich 370 Sitze, in den Ortsräten zu finden. Zwar ist jeder Ortsrat für sich genommen ein vergleichsweise kleines Gremium, doch die Masse macht es dann. 232 Mandate sind in den Gemeinderäten zu besetzen. Und im Kreistag sind es 50 Plätze.

23 - Parteien und Wählergemeinschaften sind zugelassen: Von SPD und CDU bis zur Bürgerliste Flegessen-Hasperde-Klein Süntel. Es gibt drei Einzelbewerber ohne Partei.

1967 - Wahlhelfer werden am Sonntag im Landkreis Hameln-Pyrmont für die Wahl, die Wähler und die Demokratie im Einsatz sein. Wir sagen an dieser Stelle ganz einfach mal: „Danke!“

2 - Fachbegriffe sorgen bei Wahlen immer mal wieder für leichte Verwirrung: kumulieren und panaschieren. Kumulieren = ein Wähler gibt einer Parteienliste oder einem Bewerber alle drei Stimmen. Panaschieren = ein Wähler verteilt die drei Stimmen.

9 - Stimmen hat jeder Wähler: Je drei Kreuze für die Wahl seines Ortsrates, die Wahl des Stadt- oder Gemeinderates sowie die Wahl des Kreistages. Es sei denn, es gibt keinen Ortsrat, wie zum Beispiel in Wangelist und Rohrsen oder erstmals auch in Thal. Dann hat man als Wähler nur 6 Stimmen. Inklusive einer Bürgerbefragung in Emmerthal dürfen alle Wähler im Landkreis Hameln-Pyrmont zusammen am Sonntag gut 1,2 Millionen Kreuze machen.

4 - Schritte braucht es, bis dann feststeht, wer von den Kandidaten in die jeweiligen Räte einzieht: 1. Die Stimmen für die Parteienliste und die Stimmen für die Kandidaten werden zusammengezählt und ins proportionale Verhältnis zu den insgesamt abgegebenen Stimmen gesetzt. Ergebnis: xx % der Stimmen = xx % der Sitze. 2. Die errungene Anzahl der Sitze für diese Partei wird proportional auf die Wahlbereich-Ergebnisse verteilt. Ein Beispiel macht Schritt drei klar: Eine Partei kommt auf 3 Sitze in Wahlbereich xx. Dort hat sie 1000 Stimmen über die Liste bekommen, die dortigen Kandidaten haben 2000 Stimmen bekommen. Das macht ein Verhältnis von 2:1. Das bedeutet in Schritt 4: Die zwei Kandidaten mit den meisten Stimmen ziehen in den Rat ein und von der Liste der Kandidat auf Platz 1 ebenfalls.

237 - Wahllokale gibt es bei uns. Von dort werden die Ergebnisse am Abend an die Wahlleiter geliefert. Zuerst wird die Kreiswahl ausgezählt, dann die Gemeindewahl, dann die Ortsräte.

83 - Entscheidungen werden am Wahlabend bei der Wahlparty von Dewezet und Radio Aktiv präsentiert. Diese Wahlparty hat Tradition: Sie findet seit Jahrzehnten zu jeder Wahl statt.



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