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Torben Pfeufer nur eine Nacht lang Kreistag / Watermann und Vietz raus

Drei prominente Verlierer

veröffentlicht am 12.09.2016 um 15:41 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:56 Uhr

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Thomas Thimm

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Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Am späten Sonntagabend stand sein Name um 23.37 Uhr noch auf der Liste jener, die in den neuen Kreistag einziehen. Am Montagvormittag wendete sich dann aber das Blatt: Nachdem der Landkreis festgestellt hatte, dass in einem Wahlbereich Bewerberstimmen als Listenstimmen gezählt worden waren, wurde das Malheur mithilfe der Landeswahlleitung korrigiert – mit der Folge, dass Pfeufer plötzlich kein Mitglied des neuen Kreistages mehr war, sondern dafür seine Parteigenossin Waltraud Mehring aus Hameln-Afferde. Pfeufer sagt dazu: „Das ist natürlich eine ganz bittere Pille, die ich da schlucken muss.“

Doch nicht nur Pfeufer, immerhin stellvertretender SPD-Unterbezirksvorsitzender, hadert nun mit dem Wahlergebnis. Die Kreistagswahl in Hameln-Pyrmont hat nämlich bereits am späten Wahlabend zwei weitere sehr prominente „Opfer“ hervorgebracht: Der bisherige SPD-Fraktionschef Ulrich Watermann wird sich das Kreistagsgeschehen in Zukunft von draußen anschauen müssen: Er ist nämlich raus. Dieses Polit-Schicksal teilt Watermann mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten und CDU-Kreischef Michael Vietz: Auch er ist raus. Beide, Vietz und Watermann, haben einfach zu wenige Wählerstimmen bekommen: 588 Stimmen sind für einen Bundestagsabgeordneten wie Vietz einfach viel zu wenig – ebenso wie jene 720 Stimmen, die der Landtagsabgeordnete Watermann geholt hat, und bei ihm zog dann Platz zwei der Liste auch nicht. Watermann: „Das habe ich falsch eingeschätzt.“ Mit 2008 Stimmen bekam übrigens Rolf Keller (CDU) aus Emmerthal die meisten für den Kreistag. Auf der anderen Seite zog Matthias Löding (Linke) mit nur 201 Stimmen in den Kreistag ein.

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  • Zwei prominente Verlierer der Kreistagswahl: Ulrich Watermann (SPD, li.) und Michael Vietz (CDU) sind raus. Foto: Dana


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