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SPD-Politiker fordern zum Urnengang am kommenden Sonntag auf

„Damit die Demokratie nicht flöten geht“

veröffentlicht am 06.09.2016 um 14:55 Uhr

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Barbara Jahn-Deterding

„Dieses Fest ist praktizierte Bürgernähe und wir nutzen alljährlich die Gelegenheit, um mit den Bürgern lokale Themen anzusprechen“, erklärt Dirk Adomat, der sich über rund 100 Gäste freut. Der Vorsitzende der Hessisch Oldendorfer SPD-Stadtratsfraktion fährt fort: „Wir können uns schließlich nicht den Denkerhut aufsetzen, um den Mensch zu erklären, wie die Welt funktioniert, sondern müssen hinhören, was der Bürger von uns will.“ Vor den Kommunalwahlen am kommenden Sonntag haben nicht von ungefähr viele Kandidaten der SPD für die Kommunalparlamente den Weg ins Stiftsdorf gefunden. „Wir alle wissen, dass Kommunalwahlen personenbezogene Wahlen sind“, sagt die Stadtverbandsvorsitzende Rosemarie Kreiensen. Der Fischbecker Bürgermeisterin geht es vor allem darum, das Wahlrecht zu nutzen, „damit die Demokratie nicht flöten geht“.

Solche Veranstaltungen wie das Kartoffelfest seien das Mittel der Wahl, um Menschen zu mobilisieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, weiß Ulrich Watermann aus langjähriger politischer Erfahrung. Für ihn habe der aktuelle Wahlkampf drei Schwerpunkte. „Unser Augenmerk muss dem Ausbau und der Qualität der Kindertagesstätten gelten, dem bezahlbaren Wohnraum und der In-frastruktur im ländlichen Raum. Wir kämpfen für bezahlbare Tarife im öffentlichen Nahverkehr, um die Mobilität in unserem Landkreis zu verbessern.“ Ihm geht es aber in diesen Tagen in besonderem Maße auch darum, die Menschen zu animieren, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. „Die Demokratie ist uns nur geliehen, sie ist uns nicht sicher. Wir müssen darum kämpfen, sie zu erhalten. Den Parteien die mit ihr auf Kriegsfuß stehen, müssen wir mit demokratischen Mitteln begegnen“, appelliert Ulrich Watermann an die Besucher und Wähler. Ähnlich äußert sich Barbara Fahncke, die Unterbezirksvorsitzende der SPD. Sie lacht, als sie sagt: „Ich bin nach Fischbeck gekommen, weil die Kartoffelpuffer berühmt sind“, um sogleich in ernsthafterem Ton anzuschließen: „Wir müssen bei der Wahl den Parteien, die Rechtsaußen stehen, zeigen, dass wir Demokraten sind und unsere Demokratie vor ihnen schützen wollen.“ Auch Erhard Krumm, Vorsitzender der AG 60plus Hessisch Oldendorf, gehört zu den Gästen im Schaumburger Hof in Fischbeck. „Ich komme jedes Jahr zum Kartoffelfest, denn es geht doch darum, dass wir miteinander sprechen, uns austauschen und das besonders vor der Wahl“, sagt der Hemeringer. Und er fährt entschieden fort: „Jeder muss wählen gehen, nicht nur meckern. Denn nicht zur Wahl gegangen, ist dem Gegner die Stimme geschenkt“.



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