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Rund 13 Prozen haben schon gewählt

Briefwahl auch in Hameln beliebt

veröffentlicht am 08.09.2016 um 19:38 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:45 Uhr

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Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite

Gut 6000 Wähler haben bis Donnerstag laut Stadtsprecher bereits ihre Stimmen abgegeben. Vor fünf Jahren waren es 1400 Umschläge weniger, die im Vergleichszeitraum bereits im Rathaus lagerten. Insgesamt sind in Hameln rund 47 000 Menschen wahlberechtigt.

Seit Mitte August können die Hamelner schon per Briefwahl entscheiden, wer sie künftig im Stadt- und Ortsrat und im Kreistag vertreten soll. Wer am Sonntag nicht zur Wahl gehen kann, hat noch bis einschließlich heute die Möglichkeit, seine Stimmen direkt im Briefwahlbüro im Rathaus abzugeben. Geöffnet ist das Büro in der Cafeteria heute von 8 bis 13 Uhr. Wer Fragen dazu hat, kann sich an das Wahlteam wenden – unter 05151/202-1646, 05151/202-3010 oder 05151/202-1568.

Seit 1957 müssen die Menschen nicht mehr zwingend am Wahlsonntag an die Urnen, sondern können ihre Stimme vorher per Briefwahl abgeben. Damals nutzten bei der Bundestagswahl gerade mal 4,9 Prozent diesen Weg, 2009 betrug der Anteil der Briefwähler über 21 Prozent. Bis 2008 musste noch Gründe angeben, wer per Brief wählen wollte oder musste.

Während die Wähler die Briefwahl offenbar schätzen, gibt es auch Kritiker. So hatte Uwe Volkmann, Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, gegenüber dem Handelsblatt einmal erklärt, dass die Briefwahl ein potenzielles Risiko sei für die Geheimhaltung der eigenen Wahlentscheidung und die Höchstpersönlichkeit der Wahl.



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