weather-image
10°
16 Grüne bewerben sich um Mandate zur Wahl – wollen Mobilität starkmachen

„Am Wochenende fährt hier nix“

veröffentlicht am 26.08.2016 um 18:55 Uhr
aktualisiert am 03.09.2016 um 19:12 Uhr

270_0900_11251_lkho_Gruene_2708.jpg

Autor:

Ernst August Wolf

„Wir haben da schon viel anzubieten wie etwa das Anruf-Sammel-Taxi, aber das muss noch bekannter werden“, so die Kandidatin Waltraut Brümmer. Bessere Fahrpläne, eine Mitfahr-App, einen Bürgerbus (möglichst als bezuschusstes E-Mobil), Mitfahrbank-Konzepte und mehr Elektromobilität, das sind die Forderungen der Grünen.

„Kurz: ein stabiles ÖPNV-Angebot vor allem für Jugendliche, Behinderte und ältere Menschen. Die sitzen sonst auf den Dörfern fest“, so auch Günter Kuhnert.

Mit 7500 Flyern, 70 Doppelseiten-Plakaten und einem Großflächenplakat betreiben die Hessisch Oldendorfer Grünen Kommunal-Wahlkampf. „Wir wollen kein Überplakatieren und lassen im Gegensatz zur CDU auch die Bäume in Ruhe. Kopfplakate gibt’s nur für unseren stellvertretenden Landrat Torsten Schulte“, so Kuhnert.

270_0900_11250_lkho_Bensen_2708.jpg
  • In den Dörfern fühlen sich die Hessisch Oldendorfer von der Außenwelt abgeschnitten, was die Busverbindungen betrifft. Eines der Themen, die die Grünen nach der Wahl angehen wollen. Fotos: Dana/eaw

An motivierten Kandidaten und Kandidatinnen herrscht bei den Grünen kein Mangel. 16 der insgesamt 18 Ortsvereinsmitglieder, darunter vier parteilose Bewerber, finden sich auf der Liste wieder. „Mit fünf Frauen, darunter auch Anja Piel, sind wir gut durchmischt. Was auch für Altersschnitt und Berufe gilt“, erklärt Kuhnert.

Neben der Verbesserung des ÖPNV auf dem Lande müsse auch der Breitbandausbau entschiedener vorangetrieben werden. „Das W-LAN ist zwar im Fluss, braucht aber viel mehr Power“, fordert Kuhnert. Transparenz müsse außerdem her. „Welche Pläne und Ziele gibt es? Welche Gespräche mit wem werden geführt?“ Ein schnelles Internet sei für die wirtschaftliche Entwicklung lebensnotwendig.

Und der wollen die Grünen deutlich mehr Schwung verpassen. „Vermarktung freier Gewerbeflächen und Innenstadtbelebung, vordringlich in der Langen Straße“, so ist in ihrem sechsseitigen Wahlkampfprospekt zu lesen. „Wir brauchen eine halbe Stelle für einen Wirtschaftsförderer, Starthilfen für Neugründer in der Langen Straße, einen befristeten Stadtmanager, der sich um den Leerstand kümmert“, fordern sie.

„Da könnte noch viel mehr passieren“, sind sich die Kandidaten sicher.

Auch die klassischen Themen Energiepolitik, Umwelt- und Klimaschutz stehen auf der grünen Wahlkampfagenda. „Wir stehen in Hessisch Oldendorf und seinen 24 Ortsteilen in Sachen Solar und alternative Energien gar nicht so schlecht da“, bilanziert Norman Werner. „Wir müssen uns unsere kritische Haltung, das Hinterfragen von politischen Entscheidungen zu grünen Basisthemen, bewahren.“ Ausbau regenerativer Energien, Strom ohne Atomkraftnutzung, Photovoltaik auf kommunalen Gebäuden, Ausbau von Natur- und Vogelschutz etwa am alten Weserarm und der konsequente Verzicht auf Pestizide sind klassische Themen der Grünen. „Na, und dass wir bei den Flüchtlingen jetzt endlich von der Willkommens- zur Integrationsphase umschalten müssen, das versteht sich von selbst“, so Waltraut Brümmer.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt