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Zur Kommunalwahl am 11. September treten zehn Parteien und Wählergemeinschaften an

361 Bewerber für den Kreistag

HAMELN-PYRMONT. Jetzt stehen die Namen der Kandidaten, die bei der Kreistagswahl antreten werden, fest. In den acht Wahlbereichen zur Kreistagswahl treten 361 Bewerber an. Insgesamt zehn Parteien und Wählergemeinschaften haben Kandidaten für die Wahl am 11. September aufgestellt.

veröffentlicht am 28.07.2016 um 17:39 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:15 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite

Die AfD hat ihre Ankündigung wahr gemacht: In allen acht Wahlbereichen zur Kreistagswahl ist sie mit mindestens einem Kandidaten vertreten. Insgesamt wird die Alternative für Deutschland mit elf neuen Gesichtern im Wahlkampf auftauchen. Außerdem will die Partei mit drei Kandidaten für den Stadtrat Bad Pyrmont kandidieren und bei den Gemeinderatswahlen in Coppenbrügge und Emmerthal antreten. In Hameln bekam die AfD lediglich für Kandidaten in vier Wahlbereichen die erforderlichen 30 Unterstützerunterschriften. In zwei Hamelner Wahlbereichen wurden die Kandidaten daher vom Wahlausschuss abgelehnt.

In seiner Sitzung am Mittwoch hat der Kreiswahlausschuss 361 Kandidaten zugelassen. Ein Bewerber wurde gestrichen, weil er der elfte auf der von seiner Partei eingereichten Liste war. „Die Höchstzahl der auf dem Wahlvorschlag einer Partei oder Wählergruppe zu benennenden Bewerber beträgt aber nur zehn“, erklärt Lukas Essmann, beim Kreis zuständig für die Kommunalwahl. Im Wahlgebiet des Landkreises Hameln-Pyrmont sind am 11. September 50 Vertreter in den

Kreistag zu wählen. Bei der vorangegangenen Kreistagswahl 2011 waren übrigens 371 Bewerber angetreten.

Mit einem Vollbesetzungs-Personalangebot von 80 Bewerbern geht der SPD-Unterbezirk Hameln-Pyrmont in die Kreistagswahl. Nicht mehr dabei sein wird Heinz Beißner (68). Der Hessisch Oldendorfer meint, dass es nach 43 Jahren Kommunalpolitik genug ist.

Mit Vollbesetzung tritt die CDU in Hameln-Pyrmont in den acht Wahlbereichen an. Doch gleich drei altgediente Kreistagspolitiker werden bei der CDU nicht mehr antreten: Klaus Arnold (74) hat die Partei verlassen, Otto Deppmeyer sagt: „Mit 70 Jahren soll es genug sein.“ Und auch der Barkser Werner Buchmeier will nach 40 Jahren Kommunalpolitik einen Schlussstrich ziehen.

Eine paritätische Besetzung der aussichtsreichen Plätze von Frau und Mann ist bei den Grünen bei der Aufstellung der Wahllisten die Regel. Auffällig ist jedoch, dass es dieser Partei auch wichtig ist, jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, auf einem der aussichtsreichen vorderen Plätze zu kandidieren.

Die FDP kann mit insgesamt fast 60 Kandidaten antreten, darunter elf Frauen. Erstmals nach zehn Jahren steht die Partei auch in Hessisch Oldendorf mit Marianne Hinsch und Gabriele Müller wieder zur Wahl. Als altgedienter FDPler auf Kreisebene wird Helmut Zeddies aus Coppenbrügge nicht mehr antreten. 46 Jahre lang war er aktiv in seiner Partei.

Die Unabhängigen treten zur Kreiswahl in allen Wahlbereichen mit 34 Kandidaten an. Die Wahlvorschläge basieren auf einer gemeinsamen Liste, zu der folgende Wählergemeinschaften gehören: Wir für Pyrmont (WfP), Freie Wählergemeinschaft Emmerthal (FWE), Freie Wählergemeinschaft – Flecken Coppenbrügge (FWG – FC, Aktive Büger Salzhemmendorf, Christliche Bürgerliste Hessisch Oldendorf (CBL) und Die Unabhängigen (DU) in Hameln, Bad Münder und Aerzen. Entsprechend dem Wahlergebnis 2011 wird die Liste auf dem Stimmzettel auf Listenplatz 5 hinter SPD, CDU, Bündnis 90/Grüne und FDP eingruppiert werden. Vertreten ist auch „Die Partei“, allerdings nicht überall.

Das Team der Linken zur Wahl ist bunt gemischt. Neben einigen kommunalpolitisch Erfahrenen wie Peter Kurbjuweit (Kandidat für Stadtrat Hameln und Kreistag) treten auch junge Linke wie der 19-jährige Felix Mönkemeyer an, der neben dem Rat Hessisch Oldendorf und dem Kreistag auch für den Ortsrat kandidiert. Krellmann selbst tritt für den Kreistag im Bereich Coppenbrügge/Salzhemmendorf an. Mehr Zeit für seine Familie möchte Frank Pook haben, der zehn Jahre lang als Einzelkämpfer für die Linken im Kreistag saß. Er kandidiert nur noch für den Rat Aerzen. In allen Wahlbereichen ist die UFB wieder auf allen Listen vertreten – am stärksten in Bad Münder. Und auch die Piratenpartei hisst wieder in allen Wahlbereichen ihr Segel.



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