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Zum Gruseln schön: Kaisers Idee fürs Hochzeitshaus

Hameln (bha). Bereits vor zwei Jahren, lange vor der Ideenbörse also, hat der Stadtplaner und Fachbereichsleiter Planen und Bauen Wolfgang Kaiser selbst sinniert und konzipiert und zwei Vorschläge entwickelt, die er sich ganz persönlich im Hamelner Hochzeitshaus vorstellen könnte. „Außer Konkurrenz“ versteht sich, hat Kaiser der Dewezet seine Ausführungen zur Verfügung gestellt. Den einen oder anderen wird’s gruseln…

veröffentlicht am 29.04.2011 um 10:22 Uhr
aktualisiert am 28.11.2012 um 18:34 Uhr

Hochzeitshaus
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Das Mittelalter. Grau, finster, stinkig, lebendig. Wolfgang Kaiser würde die Besucher seiner Ausstellung „Die dunkle Zeit“ mitten ins Mittelalter springen lassen und ihnen einiges zumuten. Zum Beispiel eine Krankenstation, wie sie in Zeiten mit entsetzlichen hygienischen Zuständen ausgesehen hat. „Es riecht abscheulich“, schildert Kaiser, wie authentisch er die Ausstellung gerne hätte. „Sie soll die dunkle Zeit für Besucher erhellen und einen Einblick in die Lebensbedingungen der mittelalterlichen Stadt Hameln ermöglichen“, erklärt er seine Idee. Alles, was mit dem Mittelalter assoziiert wird, würde im Hochzeitshaus Einzug halten: Mystik, Dunkelheit, Geister, Ratten, der Schwarze Tod…

Ja, auch um die Pest macht Kaiser keinen Bogen. Auch nicht um Ratten, die mit Hameln so eng verbunden sind wie der Rattenfänger. Lebende Ratten, die in einem geschlossenen System aus Kammern, Käfigen, Kanälen durch das Haus huschen. Lautsprecher übertragen die Geräusche der Ratten in mehrere Ecken der Ausstellung auf dieser Ebene. „Ein Tierpfleger kümmert sich um das Wohlbefinden der Tiere“, ergänzt Kaiser sofort seine Ideen, um nicht der Tierquälerei bezichtigt zu werden. Ziel der Ausstellung wäre es auch, Hintergründe über die Ratte, ihr Leben und ihre Herkunft zu liefern und Missverständnisse auszuräumen.

Durchgehen, hautnah erleben, riechen, fühlen, mittendrin sein – Kaiser hat sich das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven zum Vorbild genommen. Auch das „Dungeon“ – ein Gruselkabinett der besonderen Art in großen Städten wie Hamburg, London, Edinburgh – hat es ihm angetan. Demnach lieben es die Menschen, sich zu gruseln. Im ersten Obergeschoss aber würde Kaiser den Besuchern „einen versöhnlichen Ausgang“ bieten. „Gaukler, Zauberer, aber auch der Rattenfäger ziehen einen in ihren Bann“, beschreibt er das Szenario kurz vor Ende des Besuchs, der kurze 30 Minuten vom Dachgeschoss bis zum Ausgang dauert.

Zum Abschluss können die Besucher im Restaurant im Erdgeschoss die Eindrücke nachwirken lassen. Eintritt: „Drei bis vier Euro, Kinder die Hälfte.“ Doch „Die dunkle Zeit“ nach Kaiser wird von der Jury der Ideenbörse, die am Dienstag endet, nicht mitbewertet. Als Idee aber bleibt sie in Wolfgang Kaisers Kopf lebendig.



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